Es könnte gut werden | Sabine Kruse
Shownotes
In dieser Folge sprechen Katrin und Christina mit Sabine Kruse – Sozialwissenschaftlerin, Mediatorin und Leiterin des Forum Demokratie Düsseldorf. Sabine begleitet Menschen, Organisationen und Gruppen dabei, Konflikte konstruktiv zu bearbeiten, Kommunikationsräume zu öffnen und demokratische Teilhabe erlebbar zu machen. Ihr Schwerpunkt liegt auf Konfliktkompetenz, Mediation, GFK und der Frage, wie wir in herausfordernden Zeiten eine lebendige Demokratie- und Dialogkultur stärken können.
Sabine erzählt von ihrem Weg in die Mediations- und Demokratiearbeit und davon, was Menschen heute brauchen, um konstruktiv miteinander zu streiten – und gemeinsam Lösungen zu finden. Ein Gespräch über Haltung, Verständigung und lebendige Demokratie.
In den Shownotes findet ihr außerdem Hinweise auf Bildungsurlaube des Forum Demokratie, u. a. zur Mediationsausbildung, LEGO® SERIOUS PLAY® und Future Thinking.
Mediation – Vermittlung in Konflikten mit Sabine Ausbildung zumzur zertifizierten Mediatorin nach dem deutschen Mediationsgesetz über 2 Bildungswochen & 6 Wochenenden https://forum-demokratie-duesseldorf.de/veranstaltung/mediation-vermittlung-in-konflikten-6/
Strategie & Klarheit – Innovativ gestalten und beteiligen mit der Methode LEGO® SERIOUS PLAY® mit Katrin und Christina 17.-19.6.2026, Düsseldorf https://forum-demokratie-duesseldorf.de/veranstaltung/strategie-klarheit-innovativ-gestalten-und-beteiligen-mit-der-methode-lego-serious-play/
Future Thinking / Design Futuring mit Katrin 16.-18.9.2026, Düsseldorf https://forum-demokratie-duesseldorf.de/veranstaltung/future-thinking-3/
Transkript anzeigen
00:00:00:
00:00:05: Zukunftslust, der Podcast mit dem Blick
00:00:08: nach vorn.
00:00:10: Innovationen, Impulse und Zukunftsfragen rund um Stadt, Land und Menschen – Mit Katrin Liebert und Christina Schlottbohm.
00:00:23: Hallo Kristina!
00:00:25: Heute ist Sabine Kuse bei uns zu Besuch.
00:00:27: Sie ist Sozialwissenschaftlerin, Mediatorin Coach und Trainerin für gewaltfreie Kommunikation sowie langjährige Leiterin im Forum Demokratie Düsseldorf.
00:00:35: Dort setzt sie sich für politische Bildung, konstruktive Konfliktbearbeitungen und eine lebendige Dialog- und Demokratikkultur ein.
00:00:42: Hallo Sabine!
00:00:43: Schön, dass du da bist.
00:00:44: Hallo und ganz herzlichen Dank für eure Einladung.
00:00:47: Ja
00:00:47: Sabine zu Anfang unsere Einstiegsfragen.
00:00:51: Worum?
00:00:51: Warum musstest Du in den letzten Tagen lächeln?
00:00:56: Auch über eine ganze Menge.
00:00:57: ich läche ja eigentlich ganz gerne.
00:01:00: Heute Morgen Wir haben gerade eine Baustelle um die Ecke.
00:01:04: Es wird ein Haus neu gebaut bei uns in der Siedlung und es sind ganz viele Parkplätze abgesperrt, und das ist eh-Parkdruck in der Gegend.
00:01:12: Und daraus hat sich so ne ganz lustige morgendliche nachbarschaftliche Choreografie entwickelt weil morgens um sieben nämlich alle Leute, die dann in der Nacht in der Straße geparkt haben, ganz verschlafen ihre Autos noch umparken.
00:01:25: Und irgendwie ist es so ein nettes kurzes Nachbarschaftliches zusammen treffen.
00:01:33: Darüber musste ich heute Morgen
00:01:34: schwunzeln.".
00:01:36: Und was wolltest du als Kind werden?
00:01:38: Ich habe ja eine recht hohe Begeisterungsfähigkeit und keine besonders gute Entscheidungskompetenz, und das hat sich da auch schon wieder gefunden.
00:01:48: Ich wollte glaube ich alles werden – Tierärztin, Schreinerin, Landschaftsarchitektin war auch mal zwischendurch dabei, Journalistin, Psychologin also... Ja, ich konnte mir so ganz viel vorstellen.
00:02:02: Und was kannst du besonders gut?
00:02:04: Vielleicht auch besser als andere?
00:02:06: Ich glaube, ich kann ganz gut analysieren und da so konzeptionelle Arbeit ableiten Ideen entwickeln vielleicht auch so Dinge und Menschen zusammenbringen die wie andere vielleicht eher getrennt denken und ich glaube ich kann auch ganz gute Seminare gestalten und durchführen.
00:02:29: Das stimmt
00:02:30: Stimmt, ihr durftet das schon erleben.
00:02:32: Wir durften es schon erlebe genau und was weiß kaum mal jemand von dir.
00:02:36: was du aber erzählen würdest?
00:02:38: Ich
00:02:38: höre immer wieder von Menschen dass ich so eine unheimliche Ruhe ausstrahle und ich glaube was wenige Menschen bei mich wissen ist dass es davon wirklich einer Ausnahme gibt nämlich wenn Technik nicht funktioniert dann ist es vorbei mit der Ruhe.
00:02:55: sofort macht fuchsterfels wild.
00:02:59: Schauen wir mal auf deinen Weg.
00:03:01: Wie bist du da hingekommen, wo du jetzt heute bist?
00:03:03: Also nach deinem ganzen Kindheitswünschen hast du dich ja doch für was entschieden.
00:03:09: Nicht so richtig!
00:03:10: Tatsächlich konnte ich mich auch bei der... also ich habe mich dann irgendwann entschieden das ich studieren möchte und wollte mich aber auch nicht so richtig festlegen.
00:03:19: Und das macht man dann.
00:03:21: Sozialwissenschaften ist eine gute Idee weil es ist so schön breit und allgemein genau.
00:03:26: Ich hab Sozialwissenschaften studiert und habe da im Laufe des Studiums den Schwerpunkt Sozialpsychologie gewählt.
00:03:34: Und ich hatte das Riesenglück, dass damals an meiner Uni – die haben in Lumpathal studiert – der Andreas Zick war.
00:03:42: Andreas ist heute der Leiter vom EKG am Unibielefeld und so wirklich einer der renommiertesten Konfliktforscher in Deutschland.
00:03:53: Er hat damals schon eine totale Begeisterungsfähigkeit für dieses Thema gehabt.
00:03:59: Und dann habe ich zusammen mit ganz vielen anderen Kommilitonen irgendwie in diesem Bereich auch gearbeitet.
00:04:07: So kam das Thema Konflikte und dabei vor allem Intergruppenkonflikte, also unter anderem das Thema Gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit so rein.
00:04:17: Da hab' ich dann auch mal ein Diplomarbeit drüber geschrieben.
00:04:22: Also da war quasi dieses Thema was mich ja jetzt heute immer noch begleitet war so in einem akademischen Rahmen gesetzt.
00:04:31: Nach dem Studium habe ich dann erst mal was ganz anderes gemacht, Ich hab viele Jahre im Bereich von Kinder- und Jugendverbandsarbeit auf ganz unterschiedlichen Positionen gearbeitet In dem Jugendzentrum als Bildungsreferentin, als Geschäftsführerin Und Jugendverbandarbeit ist eigentlich ein total schöner Bereich wenn man Partizipation wirklich leben möchte.
00:05:00: Und wir haben da mit Kindern und Jugendlichen wirklich großartige Projekte und ganz, ganz tolle Arbeit gemacht und mir ist total im Gedächtnis geblieben.
00:05:12: Mir faszinierend ich das finde wenn Menschen also in dem Fall halt junge Menschen die vorher so ein bisschen lost waren, die nicht so richtig eingebunden war, nicht so Wenn ihr auf einmal so eine Idee davon bekommt, dass sie was verändern können.
00:05:28: Dass sie sich irgendwie für ihre Dinge einsetzen können und das erreichen können.
00:05:33: Und wenn man denen dann auch die Möglichkeiten dazu gibt wie viel dann auf einmal machbar ist.
00:05:40: also ne ganz niederschwellige und ganz wirksame Form wirklich Beteiligung zu leben.
00:05:49: Das habe ich dann einige Jahre gemacht Nachdem ich dann selber meine Kinder bekommen habe, waren die Arbeitszeiten nicht mehr so gut vereinbar und dann hab' ich nochmal ein bisschen die Bereiche gewechselt.
00:06:03: Ich hatte inzwischen schon eine Mediationsausbildung gemacht auch schon eine Coaching-Ausbildung gemacht und hab' dann ne Zeit lang eher in beratenden Feldern gearbeitet haben viel mit Schulen zusammengearbeitet hab Gewaltpräventionsarbeit gemacht Und ja, bin dann tatsächlich eher durch einen Zufall im Forum Demokratie gelandet.
00:06:29: Da hatte ich meine Mediationsausbildung auch gemacht und da ist mir ein Job angeboten worden von der damaligen Leiterin.
00:06:38: Dann habe ich erst mal angefangen als Bereichsleitung für Mediation- und Konfliktklärung.
00:06:45: Und seit dem Jahr zwei Tausend neunzehn habe ich die Leitung übernommen.
00:06:49: Das ist so mein Berufsweg!
00:06:52: Für das Forum Demokratie steht ja ein sehr prägnanter Satz, der eure Mission beschreibt.
00:06:56: Also Demokratie basiert auf Vielfalt und Toleranz.
00:06:59: Davon sind wir überzeugt.
00:07:01: mit unseren Angeboten stärken wir Menschen die aktiv nach Wegensuchen um ein buntes und friedliches Miteinander zu gestalten.
00:07:08: Nach deiner Beschreibung ist es für mich total schlüssig wo du jetzt gelandet bist.
00:07:12: tatsächlich Wie setzt ihr das um?
00:07:15: Ihr habt hier vielfältige Angebote.
00:07:18: Kinder und Jugendliche sind tatsächlich nicht dabei.
00:07:20: Das ist ein Schwerpunkt den Du hattest.
00:07:23: Das liegt daran, dass die politische Bildung so ein bisschen aufgegliedert ist und das Forum Demokratie Düsseldorf ist eine erwachsenen Bildungs-Einrichtung.
00:07:32: Das heißt wir arbeiten mit Menschen nach dem ersten Bildungsabschluss.
00:07:35: Und ihr habt viele Angebote?
00:07:37: Also du hast... also es fühlt sich auch so an, dass du da quasi jetzt alles anbietest was du vielleicht vorher auch erlebt gelernt und bewegt hast.
00:07:46: Was macht ihr genau?
00:07:47: Ich glaube der Kern unserer Angebote sind Formate, die Dialogkultur fördern.
00:07:55: Die politische Bildungslandschaft ist ja eine ganz vielfältige in Deutschland.
00:07:58: Es gibt ganz viele unterschiedliche Anbieter und Träger, die aus unterschiedlichen Traditionen kommen.
00:08:05: Und jede Einrichtung hat bestimmte Schwerpunkte.
00:08:11: Bei uns sind es vor allen Dingen Angebote, Vielfalt stärken, die Konfliktfähigkeit stärken und eben die Fähigkeit mit anderen Menschen in Aushandlungsprozesse zu gehen.
00:08:24: In Verständigung zu gehen.
00:08:26: Und wenn ich mich im Moment so umschaue ist es glaube ich ein ganz sinnvoller Ansatz.
00:08:32: Wo siehst du denn die größten Herausforderungen?
00:08:35: in der demokratischen Bildungsarbeit oder auch im gesellschaftlichen Miteinander?
00:08:40: Das ist ja ganz eng miteinander verwoben.
00:08:43: Ich glaube In Deutschland haben wir ein großes Problem mit sozialer Ungleichheit, die auch tendenziell noch weiter steigt.
00:08:54: Das heißt dass so Lebenswirklichkeiten ganz stark auseinandergehen und es auch immer weniger Kontakte gibt zwischen gesellschaftlichen Gruppen.
00:09:03: das und einiges anderes bedingt einen zunehmendes Misstrauen was ein Teil der Menschen irgendwie entwickelt hat gegen staatliche Institutionen, gegen Mädchen, gegen andere Menschen und was es dann wahnsinnig schwierig macht wirklich noch eher ins Gespräch zu kommen oder Menschen auch zur Teilhabe irgendwie zu motivieren.
00:09:32: Also Einsamkeit und Vereinzelung ist glaube ich auch ein großes Thema oder ein großes Problem und Information und Desinformation.
00:09:42: Also, wem kann ich eigentlich noch glauben?
00:09:44: Was ist die Welt auf die wir uns verständigen können?
00:09:48: erstmal in Form von Fakten?
00:09:50: Hättest du auch eine Idee wie man dem entgegenwirken kann?
00:09:54: also vielleicht ja ein Hinweis für unsere Zuhörerinnen wie man damit umgehen kann einfach im Alltag oder was jeder bewegen könnte?
00:10:03: Also ich glaube, es ist wichtig sich klar zu machen dass es so unterschiedliche Einflussbereiche gibt.
00:10:07: Das ist ja auch ein Ansatz im Coaching das man sagt Schau mal was kannst du selber verändern?
00:10:13: Was kannst Du gemeinsam mit anderen verändern?
00:10:16: und was sind vielleicht auch Punkte die wirklich gesellschaftliche Strukturen betreffen wo wir dann eher über unsere demokratischen Institutionen denken und da muss auf einer regulatorischen Ebene etwas passieren.
00:10:31: soziale Ungleichheit beispielsweise, ist ein Thema was ganz schlecht von Einzelnen anzugehen ist.
00:10:38: Also da brauchen wir eigentlich andere gesetzliche Regelungen die das stärker wieder ausgleichen oder eben dafür sorgen dass diese Ungleichkeit sich nicht noch weiter verstärken kann.
00:10:51: Das was glaube ich jeder einzelne machen kann Zum einen zu überlegen, an welchen Stellen kann ich so Brücken erhalten oder auch vielleicht aufbauen.
00:11:06: Zu Menschen die nicht in meiner engeren Bubble sind.
00:11:10: also wo habe ich die Möglichkeit mit anderen Menschen in Kontakt zu kommen um vielleicht auch etwas über deren Sicht der Welt zu hören sich auszutauschen andere Meinungen zu hören, nachvollziehen zu können.
00:11:28: Vielleicht auch nicht nachvollziehend zu können Einfach ein Austausch und eine Begegnung Und auch vielleicht überlegen gibt es Dinge für die ich mich in meinem sozialen Umfeld einsetzen kann mit den Möglichkeiten, die ich habe Ob das jetzt ein Ehrenamt ist was sich irgendwie langfristig verfolge oder ob das so kleine Geschichten sind wo ich mich einbringe?
00:11:52: Vielleicht in der Nachbarschaft ein bisschen zu schauen, welche Menschen nämlich so in meiner Umgebung war.
00:11:59: Gibt es da irgendwo was wo ich mich einbringen kann?
00:12:02: Am Ende hast du das ja genannt Zuhören, dass man einfach vielleicht auch zuhört oder mehr zuhört und nicht direkt meint man selber hat recht wenn wir jetzt noch mal drauf gucken was ihr anbietet.
00:12:12: Ihr bietet ja zum Beispiel den Bereich Mediation.
00:12:17: Mediatoren können ja helfen, Räume für Verständigung zu öffnen.
00:12:20: Was machen Mediatorinnen genau?
00:12:22: Also das könntest du vielleicht mal beschreiben auch für Menschen die da nicht so unterwegs sind.
00:12:26: was ist es für ein Angebot?
00:12:28: Mediation stellt einen geschützten Raum zur Verfügung um mit einer klaren Gesprächsstruktur und vor allen Dingen mit der komplett unbeteiligten dritten Person, die das Ganze begleitet und moderiert.
00:12:43: wie dann eine Annäherung, eine Verständigung zu erzielen in eskalierten Konfliktsituationen.
00:12:49: Also Mediation kommt immer dann zum Einsatz wenn so das alltägliche Gespräch zwischen Personen oder auch Zwischengruppen nicht mehr ohne weiteres möglich ist weil sich vielleicht ein Konflikt sehr stark verhärtet hat und man sich eigentlich nur die gleichen Vorwürfe gegenseitig um die Ohren haut.
00:13:08: Und was dann in der Mediation passiert?
00:13:13: die Vorwürfe übersetzt werden und rückgeführt werden auf die eigentlich dahinter liegenden Anliegenbedürfnisse der beteiligten Personen.
00:13:26: Und in dem Moment, wo das so deutlich wird und die Personen voneinander sehen können, ah darum geht es dir eigentlich!
00:13:35: Dann öffnen sich Lösungsräume dann werden auf einmal wieder Ideen denkbar die vorher gar nicht mehr, die Leute vorher gar nichts auf dem Schirm hatten.
00:13:47: Und dann ist oft wieder eine Verständigung und eine Annäherung möglich und auch ganz pragmatisch Lösungen, die für alle gut akzeptabel sind.
00:13:55: Im besten Fallen Win-Win, das habe ich noch aus meiner Ausnahme.
00:13:58: im besten Falle dass es für beide Seiten ein Gewinn dabei rauskommt?
00:14:02: Genau!
00:14:04: Das ist immer das Ziel, dass das Verfahren auf jeden Fall für alle beteiligten Gesichtswahrendes die Beziehung geschützt wird und dass Lösungen gefunden werden, die von allen als gut empfunden werden.
00:14:20: Ja es ist schon ein spannender Prozess.
00:14:22: eine Mediation kann man sich glaube ich gar nicht vorstellen wenn man selber nicht mal erlegt hat.
00:14:26: aber wir haben ja auch die Ausbildung bei dem Forum gemacht und ich finde es schon spannend.
00:14:31: auch weil man's nicht immer als klassische Mediation einsetzt gibt es ja so viele Elemente daraus den man dann auch in anderen Situationen
00:14:38: gut
00:14:39: eindringen kann.
00:14:40: genau Sabine, du bist auch Trainerin für gewaltfreie Kommunikation.
00:14:45: Was verändert deiner Erfahrung nach Gewaltfreiekommunikation in Organisationen oder auch im persönlichen Beziehung?
00:14:53: Ich glaube durch Gewalt freie Kommunikanion werden Beziehungen sowohl in Organisationien als auch auf einer persönlichen Ebene ein Stück weit ehrlicher weil Gewalt frei kommunikation es möglich macht zum einen selber viel klarer zu werden.
00:15:15: Also, viel gewaltfreie Kommunikation passiert mit mir selbst und ich werde mir selber erstmal klar darüber was möchte ich eigentlich?
00:15:22: Worum geht es mir
00:15:23: eigentlich?".
00:15:23: Und dann bietet Gewaltfreier Kommunikations eben auch noch eine Möglichkeit Vieles auszusprechen, was sich vielleicht sonst eher zurückhalten würde weil ich niemanden verletzen möchte.
00:15:36: beispielsweise Lerne wirklich über das zu sprechen, was ich brauche und was mir wichtig ist.
00:15:43: Und gleichzeitig die andere Person auch dabei zu sehen entsteht eine Form von Sicherheit und Vertrauen in diesen Beziehungen weil klar ist dass es allen wichtig ist, dass auf alle geschaut wird.
00:15:59: Ja vielen motivatoren Arbeit Stakeholder ausfinden und dann direkt auf die zugehen.
00:16:04: Die Erfahrungen machen wir auch.
00:16:07: ja
00:16:08: Ich habe das glaube ich auch so überlegt.
00:16:09: Ich habe gerade überlegt, ob ich es noch könnte?
00:16:12: Ganz klar!
00:16:12: Ich muss das wieder auffrischen, stelle ich gerade fest.
00:16:14: Ich muss es nochmal wieder
00:16:15: aufrischen.".
00:16:16: GFK ist ja auch keine Technik in dem Sinne, sondern es ist eher eine bestimmte Haltung aus der heraussichtspreche.
00:16:24: Ja wobei dass er hilft wenn man's lernt weil man da ja anfängt an den einzelnen Schritte wie man kommuniziert genau wie du sagst zu überlegen und dann die Emotionen ein bisschen rauszulassen.
00:16:37: Man kann es einfach besser besprechen, also genau.
00:16:39: aber mir fällt es gerade auf dass ich's grade so... Ich würde das gerne nochmal auffrischen.
00:16:42: Ja habe ich grad gedacht!
00:16:44: Also nächste Frage wir arbeiten ja viel in Kommunen.
00:16:48: Christine und ich mit Beteiligung, Partizipationen, Moderationen.
00:16:52: was brauchen Kommunen heute deiner Meinung nach um Beteilligungsprozesse gut zu gestalten und auf den Weg zu bringen?
00:16:58: Ich glaube das ganz zentrale ist die Frage inwieweit Kommunen wirklich ernsthaft Beteiligung haben wollen, und zwar von allen relevanten Gruppen.
00:17:12: Oder ob es als ein Pflichtelement gesehen wird oder etwas was man mal so macht und was sich vielleicht ganz gut nach außen verkaufen lässt... Und dann wird schräg!
00:17:24: Aber wenn Kommunen sehen das ist eine echte Chance total wichtiges Element von demokratisch miteinander ist und dann wirklich gucken, welche Gruppen, welche Player gibt es eigentlich in dem Feld das jetzt gerade, wo jetzt gerade Beteiligung passieren soll.
00:17:46: Und dann zu schauen, welche Zugänge gibt es zu den Gruppen?
00:17:50: Wir haben ja immer bestimmte Gruppen die sind ganz leicht zu erreichen.
00:17:54: also Mittelschicht, Bildungsbürger kommen zu einem Beteiligungsverfahren wenn man sie dazu einlädt.
00:18:00: Nicht alle aber eine ausreichende Anzahl.
00:18:03: und dann gibt es immer Gruppen die diesen Zugang nicht so einfach haben Und dann wirklich gut zu gucken Welche Projekte welche Angebote gibt es denn vor Ort?
00:18:14: Die vielleicht zugänge haben zu diesem gruppen mit denen auch zu kooperieren und ihr einzubinden.
00:18:19: ich glaube das ist etwas was es deutlich erleichtert.
00:18:25: Und jetzt kommen wir nochmal auf die Kinder- und Jugendbeteiligung zurück.
00:18:28: Das ist, finde ich ein Bereich den Kommunen auch mehr in dem Blick nehmen glaube ich langsam aber auch sollten.
00:18:34: Sind ja die Zukunft unseres Landes?
00:18:36: Wie siehst du das?
00:18:37: also da müsste doch meines Erachtens auch mehr Beteiligungsformat stattfinden und angeboten werden oder?
00:18:42: Ja absolut zum einen weil es glaube ich für die Planung total Sinn macht Ideen von jungen Menschen mit aufzunehmen, deren Sichtweisen mit aufzunehmen und gleichzeitig auch um so eine demokratische Zuversicht und ein Erleben von Selbstwirksamkeit bei den Jugendlichen zu stärken die dann in diese Beteiligungsformate eingebunden sind.
00:19:09: Ich glaube das macht was mit jungen als in Düsseldorf eine Skateranlage gefehlt hat und die Skaterszene immer vertrieben worden ist.
00:19:24: Und dann ist aus dieser Szene heraus eine Initiative entwickelt worden, die sich eingesetzt hat für ein Skatepark.
00:19:30: Das hat ganz lange gedauert und die sind aber sehr beharrlich geblieben.
00:19:33: Die haben dann auch Unterstützung bekommen.
00:19:36: Irgendwann gab es diesen Skate Park.
00:19:38: Ich glaube das für alle, die damals daran beteiligt waren Wichtiger Schritt war so in der Entwicklung von ihren Persönlichkeiten als Demokraten.
00:19:50: Also ich kann was bewirken und ich werde gehört mit meinem Anliegen, ne?
00:19:54: Es ist auch heutzutage noch so dass Kinder- und Jugendbeteiligung uns und vielen bei unseren Büros besonders viel Freude bereitet weil die ganz anders an Dinge rangehen alle Zielgruppen mitdenken.
00:20:06: Die denken nicht nur an sich, sondern die denken einfach alles mit und das ist schön und gehen auch ohne Vorbehalte und ohne die typischen Sachen wie in der normalen Beteiligung kommen einfach anders immer wieder erfrischend.
00:20:19: also es macht schon Freude.
00:20:21: im letzten noch eine gemacht.
00:20:22: also es lohnt sich die Menschen hier Jugendlichen mitzunehmen
00:20:26: Stimmt.
00:20:26: ich erinnere mich an eine Beteilligung in einer Kommune.
00:20:29: Das war ganz schön.
00:20:30: da wurde irgendwie freundliches Miteinander in der Kommune, war irgendwie benannt worden.
00:20:33: Und die Kinder sollten quasi ein Feedback geben zu den Sachen, denen die Erwachsenen auch die Inhalte, die sie vorher erarbeitet hatten.
00:20:41: und dann stand hier da und sagten das stimmt überhaupt nicht.
00:20:44: Die sind überhaupt nicht alle mal freundlich zu uns.
00:20:46: Das war so herrlich.
00:20:47: Es kam aus tiefster Überzeugung.
00:20:49: Das könnte aber anders sein.
00:20:51: Und das sind dann besondere Momente.
00:20:53: Ihr bietet ja am Vorgang eine Bandbreite an Formaten an?
00:20:57: von Mediation, politischer Bildung, GFK.
00:21:02: also gewaltfreie Kommunikation hatten wir gerade schon.
00:21:05: gibt es Angebote die da besonders nachgefragt sind?
00:21:10: Also zunächst mal alles das was wir am Forum machen ist politische Bildung.
00:21:17: Das ist halt unser Auftrag.
00:21:18: Wir sind eine politische Bildungseinrichtung und wir überlegen in unseren Planungen ganz genau welche Fähigkeiten Menschen für politische Beteiligung und für politischen Prozesse brauchen.
00:21:32: Und Demokratie ist ja mehr als ich gehe mal alle paar Jahre zur Wahl.
00:21:37: Demokratie passiert ja ganz, ganz stark im Alltag, im Umgang miteinander.
00:21:42: Demokraties passiert am Arbeitsplatz, Demokratie passiert in Vereinen also es eigentlich etwas was uns so sehr alltäglich begleitet einfach als unsere Form auch das Miteinander umgehend.
00:21:54: Und das, was bei uns seit Jahren eigentlich am stärksten nachgefragt wird ist der ganze Bereich der Mediation.
00:22:03: Das scheint gerade wirklich ein großer Bedarf zu sein, dass viele Menschen erleben wo ich oft gibt es so Konflikte die alles blockieren und die auch so ganz viel Energie ziehen.
00:22:17: Und ich möchte da gerne sicherer werden, wie ich mit solchen Situationen umgehen kann und wie ich mich da vielleicht auch hilfreich einbringen kann.
00:22:25: Wenn du jetzt drei Fähigkeiten nennen müsstest die Menschen für eine starke demokratische Zukunft brauchen?
00:22:31: Welche wären das?
00:22:33: Ich glaube dann würde ich tatsächlich Konflikt oder Dialogfähigkeit als erstes nennen sowas wie Zuversicht, einen Gestaltungswillen also das was du eben auch so als Selbstwirksamkeit beschrieben hast und Ambiguitätstoleranz.
00:22:51: Also die Fähigkeit mit Mehrdeutigkeiten umzugehen damit umzugehnen dass vielleicht auch Sichtweisen mal unterschiedlich sind dass es nicht so ein klares schwarz-weiß gibt Und?
00:23:03: Das ist dann keine Fähigkeiten.
00:23:05: aber ich glaube auch Menschen in der Demokratie eine gute Bildung brauchen, also sie brauchen ein ganz solides Wissen darüber wie funktioniert eigentlich unsere Gesellschaft.
00:23:19: Welche Gesetze welche Regeln haben wir?
00:23:23: Wie kann ich mich auch beteiligen?
00:23:25: Welche Möglichkeiten habe ich Einfluss zu nehmen?
00:23:28: das würde ich noch ergänzen wollen.
00:23:30: Jetzt vielleicht noch mal zum Fogendemokratie, weil ich finde das Schöne daran.
00:23:34: Katrin und mich haben beide die Mediationsausbildung dort gemacht und bieten ja jetzt selber auch dort Bildungsurlaube an.
00:23:42: also ich finde dass ist ein total schönes Miteinander und ich habe auch schon diverse Fortbildungen bei euch besucht und was es immer ja total schön war bei euch das muss man glaube ich nochmal sagen irgendwie schon was Besonderes ist, den Ort, den ihr da geschaffen habt.
00:23:59: Aber vielleicht könntest du selber auch noch mal sagen, was das Besondere an eurer Arbeit ist?
00:24:04: Weil das finde ich jetzt schon nicht irgendwie Null Acht Fünfzehn bei
00:24:09: euch.
00:24:09: Das freut mich total des zu hören weil das ist natürlich genau das wofür wir jeden Tag arbeiten, dass es einfach ein besonderer Ort ist.
00:24:19: und ich glaube das was den Ort ausmacht ist ,dass es eine gewisse Offenheit gibt.
00:24:25: Es gibt eine gute Kultur des Miteinanders, also das ist etwas was wir als Mitarbeiterinnen besetzen und wofür wir so stehen.
00:24:36: Und wo wir sehr stark auch darauf achten wenn wir ReferentInnen auswählen dass die eben für diese Werte auch stehen in bestimmte Art des Umgangs.
00:24:50: und ich glaube was es auch ausmacht ist eine Freude an Kontakt und an Vernetzung.
00:25:00: Und auch ne Freude, Dinge neu zu denken!
00:25:04: Also dass ihr jetzt mit euren Angeboten zum Beispiel in der politischen Bildungseinrichtung seid... ...ist ja gar nicht so selbstverständlich weil Formate wie LEGO Serious Play oder Design Thinking keine klassischen Formate der politischen Bildungs sind.
00:25:24: Gleichzeitig sind sie aber total hilfreich, um demokratische Prozesse zu bewegen und aufzulockern und effektiver zu machen.
00:25:36: Solche Ideen entstehen dann durch Gespräche zum Beispiel mit Teilnehmenden.
00:25:41: Ihr seid ja beide als Teilnehmerinnen bei uns gelandet und jetzt seid ihr Referentin!
00:25:52: dass so gemeinsam gedacht wird und gemeinsam dann auch Neues entstehen kann, dass wir dafür eine Plattform bilden.
00:25:58: Ja das kann ich nur bestätigen!
00:25:59: Es ist sehr besonders es ist tatsächlich immer ein bisschen wie nach Hause kommen habe ich letztens gesagt weil jetzt war ich schon oft bei euch und ja das ist die Art und Weise der Umgang, die Atmosphäre... Das ist echt besonders!
00:26:13: Gut Christina, dass du das gerade nochmal gefragt hast Und ihr seid oft, genau das ist da kommt ein Interesse.
00:26:20: aber auch durch ne an neuem.
00:26:21: Denn dass du schon ganz viel hattest ne?
00:26:23: An neuen Sachen und neuen Methoden die was bewegen können.
00:26:26: weil zum Beispiel Design Thinking damit habe ich alle Beteiligungsformate mit Kommunen von Anfang an aufgebaut oder hab gedacht das funktioniert gut.
00:26:36: und so kommen dann solche Sachen Agile Arbeitsweisen Treffen auf Mediationsangebote, also dann mischt man das ja auch.
00:26:43: Man kann ja alle Sachen etwas zusammenmischen und so da kann man wieder was ganz Neues entwickeln ist schon sehr spannend.
00:26:49: Fast den Bogen von Anfang wieder geschlagen wie vielseitig interessiert Sabine war zu dem vielseiten Angeboten die ihr am Bogen anbietet.
00:26:57: Also allen die Zuhören es lohnt mal auf die Website zu schauen.
00:27:00: Da kann man ja auch sehen was wir alles so dort anbietet Genau.
00:27:06: Ganz am Ende gibt es ja immer noch von uns die Frage, ob du ein Zukunftstipp, Zukunftsempuls hast.
00:27:13: an alle, die zuhören oder auch an uns?
00:27:18: Ja ich glaube mein Impuls ist...
00:27:20: Es könnte
00:27:20: auch gut werden!
00:27:22: Superimpulse nehme ich mit!
00:27:25: Der passt gerade ganz gut!
00:27:30: Vielen Dank für deine Zeit und dein Gespräch.
00:27:33: Und alle Infos zu Sabine und zum Forum hatten wir euch wie immer in die Schule.
00:27:38: Ja, guckt mal nach was es da gibt!
00:27:39: Es gibt ganz wunderbare Angebote.
00:27:41: Ganz, ganz lieben Dank für die Einladung der Gespräche.
00:27:44: Gerne.
00:27:47: Das war Zukunftslust.
00:27:48: Wenn euch der Podcast gefallen hat hinterlasst gerne eine Bewertung oder folgt uns auf unseren Social Media
00:27:54: Kanälen.
00:27:55: Ihr kennt auch spannende Zukunftsprojekte?
00:27:57: Dann schreibt uns doch Wie ihr uns erreicht, findet ihr in den Show notes.
Neuer Kommentar