Mut zur Einfachheit | Lisa Vlasak
Shownotes
Wie gelingt es, komplexe Themen so zu erklären, dass sich wirklich alle angesprochen fühlen? In dieser Folge sprechen Katrin und Christina mit Lisa – Stadtplanerin, Kommunikationsprofi und selbsternannte „Menschenflüsterin“. Lisa hat viele Jahre direkt mit Bewohner*innen gearbeitet, auf Straßen, Plätzen und in Quartieren – immer mit dem Ziel, Themen wie Stadtplanung, Mobilität oder Klimaschutz verständlich und zugänglich zu machen.
Heute unterstützt sie Kommunen, Organisationen und Expert*innen dabei, genau das umzusetzen: mit klaren Texten, praxisnahen Workshops und strategischer Beratung. Ihr Ansatz dabei: radikale Niederschwelligkeit. Also Kommunikation, die niemanden ausschließt.
Gemeinsam gehen wir der Frage nach: Warum sich viele Menschen von Planungsthemen nicht angesprochen fühlen Was gute, verständliche Kommunikation wirklich ausmacht Wie Beteiligung inklusiver werden kann Und was sich ganz konkret sofort verbessern lässt Lisa teilt persönliche Einblicke aus tausenden Gesprächen im öffentlichen Raum – und erzählt, was sie dabei geprägt hat, auch international. Eine Folge über Zuhören, Verständlichkeit und die Kraft von Kommunikation, die wirklich bei den Menschen ankommt.
- Website: https://www.niederschwellig.at/
- Linkedin: https://www.linkedin.com/in/lisa-vlasak/
Transkript anzeigen
00:00:00:
00:00:05: Zukunftslust – der Podcast mit dem Blick nach vorn.
00:00:10: Innovationen, Impulse und Zukunftsfragen rund um Stadt, Land und Menschen Mit Katrin Liebert und Christina Schlottbohm.
00:00:21: Hallo Kristina!
00:00:23: Hallo Katrin Heute ist Lisa bei uns zu Gast Stadtplanerin, Kommunikationsprofi und wie sie selbst sagt Menschenflüsterin.
00:00:31: Dieser hat viele Jahre direkt mit Bewohnerinnen und Bewohnern gearbeitet, war im öffentlichen Raum unterwegs.
00:00:37: Und hat dort komplexe Themen wie Stadtplanung, Mobilität oder Klimaschutz verständlich gemacht – ihr Ansatz radikale Niederschwelligkeit!
00:00:45: Also Informationen so aufzubereiten dass wirklich alle Menschen Zugang haben?
00:00:49: Verständlich klar und einladen.
00:00:51: Heute unterstützt sie Kommunen, Organisationen und Expertin dabei genau das umzusetzen mit Texten, Workshops und Beratungen.
00:01:00: Hallo Lisa, schön dass du da bist.
00:01:02: Hallo, schön das ich da sein darf!
00:01:03: Vielen Dank für die Einladung.
00:01:05: Ja hallo Lisa wir machen zu Beginn am Abend noch unsere vier Einstiegsfragen und die erste lautet worüber musstest Du in den letzten Tagen lächeln oder konntest Du lächel?
00:01:16: Ich habe sehr viel gelächelt der letzten Tage weil auch endlich die Sonne geschehen hatte.
00:01:21: aber also eine Situation die ich besonders schön fand im letzten Tag war am Sonntag Da war in Wien, der Wien Marathon.
00:01:30: Der Wiener City Marathon und da war ich zusehen und habe das wunderschön gefunden wie viele Menschen einfach raus vor ihre Haustürmen mit Sesseltischen großen Musikanlagen gekommen sind um dort die Menschen anzufeuern und es war einfach eine riesengroße Straßenparty ganz spontan oder mehr oder weniger spontan wo die Menschen das genutzt haben dass einmal im Jahr diese Ja, großen Straßen für den Verkehr gesperrt sind.
00:02:01: Das habe ich sehr schön gefunden.
00:02:03: Das hat mir definitiv ein Lächeln auf die Lippen gezaubert.
00:02:07: Ganz witzig!
00:02:08: Nächste Woche Sonntag ist Marathon in Düsseldorf und überall sind jetzt schon die Markierung... Genau das ist immer so.
00:02:14: ganz andere Atmosphäre dann in der Stadt kann nicht bestätigen Was wolltest du denn als Kind werden?
00:02:21: Als Kind wollte ich verschiedene Dinge werden immer fasendabhängig, je nachdem wie alt ich war.
00:02:28: Aber das was sich am ehesten durchgezogen hat, war natürlich Astronautin.
00:02:32: Diesen Traum hatte ich tatsächlich sehr lange Zeit weil mich einfach Astronomie sehr interessiert hat.
00:02:38: Feuerwehrfrau habe ich auch sehr lange in Erwägung gezogen.
00:02:41: da habe ich sogar in meinen zwanzig anderen nochmal überlegt mich für die Aufnahmeprüfungen zu bewerben.
00:02:47: Habe es dann aber doch gelassen!
00:02:48: Es ist etwas ganz anderes aus mir geworden.
00:02:51: Und was kannst du besonders gut?
00:02:54: Ich würde sagen, man könnte mich als Meisterin das Beobachtens bezeichnen.
00:02:59: Ich habe ein sehr großes Verständnis dafür Menschen zu beobachten, Situationen zu beoberten, Reaktionen zu beoberten und ich glaube dass bin ich auch gut in dem was ich bin nämlich in der Kommunikation, weil ich einfach eine gewisse... Menschenkenntnis auch entwickelt habe.
00:03:19: Ich habe sehr lang und sehr viel mit Menschen direkt zusammengearbeitet, und da ist mir eben dieses Beobachten immer sehr zugute gekommen und war immer sehr nützlich einfach in dem wie ich dann auf Personen reagiere, wie ich auf Personen zugehe.
00:03:34: Also ich denke das ist definitiv eine Stärkung die ich habe, die mich ein bisschen speziell
00:03:38: macht.".
00:03:39: Und was weiß niemand oder kaum jemand von dir?
00:03:44: Ja, das ist eine gemeine Frage!
00:03:47: Will ich das jetzt so verraten?
00:03:49: Nur was du sagen willst.
00:03:51: Na ja, es ist ein kleines Detail über mich.
00:03:56: meine Freunde wissen das natürlich schon an Familie aber Ich esse kein verarbeitetes Obst.
00:04:01: grundsätzlich nicht dass es irgendein Ding dass sich seit meiner Kindheit habe ich glaube irgendwann hat mir jemand erzählt dass er ein verschimmeltes Marmeladenglas aufgemacht hat und seitdem Egelt mir vor allem, was verarbeitet das Obst.
00:04:13: Das ist auch Fruchtsäfte trink ich nicht und getrocknet das Obstes sich nicht also da habe ich irgendwie etwas dagegen.
00:04:21: Also frisches Obst immer gern her damit aber sobald es verarbeitete.
00:04:26: Interessant hatten wir noch nicht!
00:04:29: Du bist Stadtplanerin hast aber einen ganz besonderen Fokus auf Kommunikation gelegt.
00:04:34: Sina hat dich ja eben schon ein bisschen vorgestellt.
00:04:35: wie bist du da gelandet wo du heute bist?
00:04:40: Ausbildungsweg hat eigentlich sehr klassisch begonnen.
00:04:43: Ich habe das Studium in Raumplanung gemacht und habe aber schon ganz vom Beginn an nebenbei gearbeitet, und zwar in Wien gibt es zum Beispiel eine Organisation, die so direkt der Anlaufstelle für Bewohnerinnen ist wenn sie Fragen zu ihrem Stadtteil oder Fragen zu irgendwelchen Bauprojekten haben.
00:05:04: Dort bin ich sehr früh gelandet.
00:05:07: Das hat mir irgendwie getaugt.
00:05:08: Dieser Ansatz, dass Stadtplanung nicht nur bedeutet man sitzt hinter dem Computer und zeichnet technische Pläne in einem abgedunkelten Büro sondern das man wirklich draußen sein kann und mit den Menschen arbeiten.
00:05:20: weil das ist ja auch eigentlich... ...das was mich an Städten fasziniert sind die Menschen die dort wohnen viel weniger die Häuser und die Straßen sondern wie dieses Gefüge funktioniert.
00:05:33: Und so bin ich halt dazu gekommen, dass sich immer eigentlich in Berufen gearbeitet habe.
00:05:38: Wo ich sehr viel Kontakt mit Bewohnerinnen hatte im Beteiligungsverfahren oder auch in laufenden Projekten oder einfach als Anlaufsteller ist als Informationsperson sozusagen.
00:05:49: und ja da bin ich eben auch in die Kommunikation reingerutscht weil das ist dann natürlich ein wesentlicher Bestandteil dessen also dass man einfach lernt sich so auszudrücken dass die Menschen sich verstanden fühlen, einen selbst verstehen und was mit dem Thema, mit diesem doch ein bisschen technisch komplexen Thema statt Planung und allem was daran hängt am Anfang können.
00:06:12: Das war so mein Eintritt in die Kommunikation.
00:06:16: Du hast gerade schon gesagt, dass du viel im Austausch mit Bürgerinnen und Bürgern warst international ja auch gearbeitet hast.
00:06:24: Was hat dich denn da besonders geprägt?
00:06:26: Und dir dann so gezeigt Ja das ist genau mein Thema.
00:06:29: in dieses Thema Kommunikation Niederschwelligkeit gab es eine besondere Begegnung wo du gesagt hast Das muss ich jetzt noch mal konkret angehen.
00:06:38: Na so konkret glaube ich hatte's jetzt kein Event gegeben was mir die Augen geöffnet hat sozusagen aber Es war so ein sukzessives Erkennen, dass Informationen viel zu komplex aufbereitet werden für die Allgemeinheit.
00:06:54: Also wir haben es ja in der Stadtplanung sehr häufig mit Stadtverwaltungen zu tun und mit Planerinnen aus Büros zu tun.
00:07:03: Und die kommen irgendwie aus ihrer Fachwelt bubble und das fällt ihnen dann sehr schwer diese Themen so aufzubereiten, dass jemand ja noch nie irgendwas mit Architektur statt Planung Landschaftsplanung zu tun hatte dass der das dann auch versteht.
00:07:17: Das ist mir einfach immer mehr aufgefallen.
00:07:20: und naja vielleicht gab es doch, es gab doch einen kleinen Moment, der mir in Erinnerung geblieben ist.
00:07:26: Es war schon sehr früh da habe ich gerade erst mit dem Studium begonnen und war im ersten Job.
00:07:31: Da ist eben eine sehr alte Dame zu mir ins Büro gekommen und also das war ein Büro wo einfach jeder reinkommen kann.
00:07:40: seine öffentliche Anlaufstelleben war wirklich am ganzen Körper am Zittern, die war total ausser sich und ist mit einem Brief gekommen.
00:07:49: Den hat sie gerade in ihrem Postkasten gefunden, die Dame hat gleich nebenan gewohnt und wusste eben dass das Sitz uns kommen kann wenn sie irgendwelche Fragen hat.
00:07:58: Und dann hat sie mir diesen Brief gegeben.
00:08:00: ich habe ihn gelesen.
00:08:01: es war ein Brief von der Hausverwaltung.
00:08:04: Sie hat mir dann gesagt, sie weiß überhaupt nicht was da jetzt passiert.
00:08:08: Weil in dem Brief steht irgendwas, dass alle Leute kommen Fotos machen von ihrer Wohnung und oh Gott wird sie jetzt rausgeschmissen weil sie hat schon so lange nicht mehr ausgemalt.
00:08:17: Hat sich dann herausgestellt.
00:08:18: der Brief war tatsächlich sehr technisch verfasst.
00:08:21: er war von einer Hausverwaltung die dieser Dame einfach ankündigen wollte das jemand tatsächlich Fotos machten kommt weil des Nachbargebäude abgerissen wird.
00:08:30: Das ist ein ganz normaler Vorgang von Versicherungen, dass die vorher alles fotografieren und dokumentieren lassen, ob irgendwelche Risse in den Wänden sind.
00:08:39: Nur das hat die Hausverwaltung so technisch formuliert dass die Frau das vollkommen in den falschen Hals bekommen hat und wirklich panisch bei mir drinnen gestanden ist.
00:08:48: also das war dann sehr einfach aufzulösen indem wir einfach einmal angerufen haben bei der Haus Verwaltung aber sie selbst setten sich das gar nicht getraut.
00:08:56: also da war es schon gut dass jemand da war der das für Sie quasi übersetzt hat.
00:09:01: Das war vielleicht schon sein bringendes Ereignis.
00:09:02: ja
00:09:04: Du sagst selber von dir, dass du tausende Gespräche auch mit Menschen geführt hast.
00:09:08: Du warst ja sehr viel auch international unterwegs und wenn du das jetzt anguckst... Das Thema Niederschwelligkeit spielt sicherlich eine große Rolle.
00:09:16: und was hält Menschen deiner Erfahrung noch am meisten davon ab sich mit Planungsthemen in ihrer Stadt zu beschäftigen?
00:09:22: Also Klima, Mobilität oder Soziales?
00:09:24: also warum oder neben vielleicht auch immer dieselben Teil?
00:09:27: Es ist auch unsere Erfahrung die wir haben.
00:09:29: es kommen immer die gleichen Menschen auch.
00:09:31: Was erhält Leute davon ab?
00:09:33: Oder ist es das Thema, dass die Information... Ist das dann der Bereich Kommunikation?
00:09:37: Was ist das?
00:09:39: Ja.
00:09:40: Also da gibt's verschiedene Ebenen, würde ich sagen auf die man schauen kann.
00:09:44: Es stimmt und ich bekomme das auch immer wieder von Planungsbüros zu hören und das ist natürlich auch meine eigene Erfahrung, dass immer so unter Anführungszeichen die gleichen Leute kommen und auch immer die gleichen Leuten nicht kommen.
00:09:55: Das nennen viele dann diese schwer erreichbaren Zielgruppen oder Beteiligungsferne Personen, was dabei vernachlässigt wird ist der Aspekt an wem es liegt.
00:10:09: Also aus unserer Perspektive als Plannerinnen sagt man ganz häufig irgendwie, es liegt dann den Menschen, die interessieren sich einfach nicht für diese Themen und das mag für manche schon auch stimmen aber es kommt sehr stark auf das Thema an.
00:10:23: also je abstrakter ein Thema ist, je weniger leicht das greifbar dass so schwieriger ist, es für viele Menschen einfach zu verstehen und auch die Relevanz dahinter zu verstehen.
00:10:35: Also wenn man da jetzt von nachhaltigen Stadtteilen spricht oder von Demokratiebildung durch Partizipation das sind schon sehr abstrakte Themen.
00:10:43: Wenn's hingegen wirklich konkret um die Umgestaltung einer Straße geht und weil man sagt okay wir wollen mit euch darüber reden was ihr als Bewohnerinnen, die diesen Ort am besten kennen gescheit findet wo Bänke hinkommen sollten, wo es mehr Schatten braucht Probleme mit dem Autoverkehr sind, wo gefahren Stellen sind.
00:11:04: Dann sind das wirklich konkrete Dinge die sich jeder irgendwie vorstellen kann, die auch wirklich vor der Haustür passieren.
00:11:10: und da ist es dann schon so dass ich mal sagen wird, das interessiert fast alle Menschen.
00:11:16: Wir erreichen nur nicht fast allen Menschen wenn wir uns also wenn wir diese Dinge nicht am Namen nennen sondern mit total ja zum Teil gehobenen Konzepten wie Urbane-Transformation und allein der Begriff öffentlicher Raum sagt vielen Menschen nichts.
00:11:33: Also da liegt es wirklich, also das sehe ich wirklich ein Problem in der Kommunikation nicht so sehr das Thema sondern wie das Thema rübergebracht wird, also ob man schafft diese Relevanz bei den Menschen auch deutlich zu
00:11:47: machen.".
00:11:48: Und du sprichst ja auch vom Thema Niederschwelligkeit, also sag's ja auch radikale Niederschwelligkeiten!
00:11:54: Was meinst du da genau mit und kannst du mal ein Beispiel dafür geben, was steckt so dahinter?
00:12:01: Ja.
00:12:02: Nein, Niederschwelligkeit ist ein Begriff.
00:12:05: Habe ich ausgewählt für mein Projekt und meine Unterfangen?
00:12:08: quasi?
00:12:08: Weil das wird schon sehr häufig verwendet in der planerinnen Sprache.
00:12:13: In der planarinen Welt dreht sich sehr vieles darum.
00:12:16: sobald es um Kontakt mit Bürgerinnen geht muss es niederschwellig sein.
00:12:20: Ich glaube das Bewusstsein ist bei den meisten da.
00:12:23: Zuletzt haben wir irgendwann in den sechziger Jahren im dunklen Kämmerchen vor uns hingearbeitet.
00:12:27: Also da ist schon ein gewisses Bewusstsein dass unsere Zugänge niederschwellig sein müssen.
00:12:36: Und ich lese sehr häufig von Kommunen oder vom Planungsbüros auch, wir arbeiten sehr niederschwällig weil wir haben zum Beispiel eine Beteiligungsplattform als Kommune wo alle Informationen gesammelt im Internet auf einer Website verfügbar sind zu Bauprojekten etc... Was dann allerdings nicht bedacht wird ist dann wieder das Sprachniveau dieser Beteilligungsplatform.
00:12:59: also ich sehe es so oft Kommunen sind super stolz, dass sie eine total niederschwellige Beteiligungsplattform aufgesetzt haben wo man sich zu allem informieren kann.
00:13:08: Aber dann ist das Sprachniveau einfach auf dem Niveau C-I oder C-II und das verstehen die allerwenigsten Menschen da draußen.
00:13:15: also das ist einfach wirklich Fachexpert.
00:13:17: in ein Talk muss man sagen!
00:13:20: Oder wenn wir jetzt als einen Beteilligungsverfahren Sagt okay, man macht jetzt auch aufsuchende Beteiligung also dass man zum Beispiel einen Stand auf der Straße macht.
00:13:30: Das ist dann auch nicht automatisch niederschwellig wenn man es nicht schafft die Informationen dann auch so rüber zu bringen das die Menschen was damit anfangen können.
00:13:40: Also es sind oft ein bisschen lieb gemeinte niederschwellige Ansätze.
00:13:44: da aber so richtig durchziehen habe ich das dieselben in den seltensten Fällen gesehen Und da setze ich eben an mit radikaler Niederschwelligkeit, dass ich sage okay es ist wirklich wenn man Menschen erreichen will muss man sich wirklich ein Konzept dafür machen auch.
00:14:01: Also dann muss mir wirklich überlegen wie erreiche ich das Zielgruppen am besten?
00:14:04: Wo erreiche sie?
00:14:05: Wann erreiche die?
00:14:06: Mit welcher Sprache erreiche Sie?
00:14:08: Mit Welchen Informationen erreiche Ich sie?
00:14:11: also sich da wirklich rundherum Gedanken machen und nicht einfach nur ein paar Fachwörter raus zu streichen oder eine Beteiligungsplattform aufzusetzen.
00:14:19: Und dann sagen, passt das niederschwellig?
00:14:21: Super!
00:14:22: Hättest du einen Beispiel?
00:14:23: Also wenn wir jetzt sagen wollen... Wir haben ja Leute die sich das vielleicht auch nicht so gut vorstellen können, wo es mal um den öffentlichen Raum geht oder ging hast du da irgendwie mal was gemacht?
00:14:34: Kampagne oder eine Kommunikationsgeschichte, die man, die du vielleicht mal erläutern könntest wie das aussehen könnte.
00:14:41: Ich kann mir das super gut vorstellen.
00:14:43: Wenn es um einen Parkplatz hier geht, ich nehme jetzt einfach mal ins Beispiel bin ich wahrscheinlich dabei oder ne?
00:14:48: Das Stimmbad hier in meinem Viertel sollte wegrationalisiert werden.
00:14:52: Da habe ich gedacht da muss ich irgendwie mich engagieren.
00:14:54: also sobald ich sehr persönlich betroffen bin glaube ich komme ich schneller in die Gänge.
00:14:59: und wie muss dann die Ansprache sein?
00:15:01: Also genau öffentlicher Raum kann ich mir vorstellen.
00:15:04: können manche was mit anfangen wenn du nicht im Kontext unterwegs bist?
00:15:07: wahrscheinlich weniger glaub ich auch.
00:15:09: Wie müsste das aussehen von der Ansprache?
00:15:13: Ich war tatsächlich mal bei einem Projekt dabei, wo das ganz gut gelungen ist.
00:15:18: Da ging es konkret um eine Straßenumgestaltung.
00:15:20: also da waren ja Straße die war glaube ich schon damals dreißiger Zone aber da waren sehr viele Parkplätze sehr wenig Aufenthaltsfläche generell keine Sitzbänke und Das war umgeben, also das war in einem typischen Wiener Arbeiterinnenbezirk auch umgeben von vielen Sozialbauten.
00:15:40: Also eher Einkommensschwache und Bildungsferne Personen haben dort gewohnt.
00:15:45: Und am Anfang haben wir mal begonnen mit einer Umfrage.
00:15:50: Da haben alle Anreinerinnen Ost bekommen mit wirklich sehr, einem sehr leicht auszufühlenden Fragebogen.
00:15:57: Das haben wir uns wirklich schon Mühe gegeben da möglichst... klar und deutlich, und einfach verständlich die Fragen zu stellen.
00:16:05: Und auch die Antwortmöglichkeiten vorzugeben oder keine Antwortmöglichkeiten vorzugeben.
00:16:11: Es war auch schon ein frankiertes Kuvert drinnen und direkt in der Straße ist auch ein Postkasten.
00:16:17: Das heißt es war wirklich also das da war kein hoher Aufwand aber die Rücklaufquote war extrem gering Die war äußerst gering.
00:16:24: Also das war einfach kein passendes Format Woraufhin wir dann beschlossen haben okay allein dieses Konzept Straße umgestalten.
00:16:34: Das dürfte für viele schon ein bisschen fremd klingen einfach, dass man sich schwer was drunter vorstellen kann.
00:16:40: und wir haben dann wirklich das im Kleinen inszeniert.
00:16:44: also wir haben Stellplätze sperren lassen für ein paar Tage Bänke aufgestellt, Bäume aufgestellt.
00:16:51: Einfach das versucht so zu simulieren wie es später sein könnte damit die Menschen ein bisschen einen Gespür dafür bekommen was aus der Straße auch werden könnte und dass das eben direkt vor ihrer Haus dir stattfindet.
00:17:03: Und da sind dann ziemlich viele Menschen gekommen.
00:17:05: also auch wirklich Leute wo man jetzt sagen würde die erreicht man normalerweise nicht haben dann da sehr rege Gespräche mit uns geführt.
00:17:15: Wir haben sie wirklich dann aus der Reserve locken können, auch zu sagen was denn ihre Vorstellungen sind für dieses Viertel und diese Straße.
00:17:21: Also er kam zum Beispiel heraus.
00:17:23: ganz viele Menschen haben gesagt okay es braucht dringend Sitzbänke weil dort vorne ist ein Orthopäde Und auf dem Weg zum Orthopeden von der Straßenbahn fällt's den älteren Personen schon oft schwer wenn da keine einzige Sitzbank ist.
00:17:36: Das hätten wir jetzt rein aus der Analyse Nicht gedacht, dass das sein großes Problem ist.
00:17:42: Dass wir wirklich dann eine Erkenntnis die wir von diesen Personen bekommen haben und das war sehr wertvoll, dass wir dir da erreicht haben.
00:17:49: Das war ja so ein bisschen was wie ein kleines Realabor oder Prototyping, was ihr direkt vor Ort gemacht habt.
00:17:54: Ja, total
00:17:55: spannend.
00:17:57: Gibt es denn noch weitere Sachen?
00:17:58: Die du jetzt kommunen oder Organisation mit auf den Weg geben könntest, was man relativ schnell und einfach umsetzen kann also eine sofort Maßnahme um mehr Menschen zu erreichen oder einfach eine niederschwelligere Ansprache zu ermöglichen.
00:18:14: Ja, wirklich schauen auf das Sprachniveau.
00:18:18: also da gibt es mittlerweile gibt's KI-Tools Da kann man das Spracheniveau überprüfen Das gibt Studien dazu wie viele Menschen welche Sprachverständnis haben.
00:18:28: Also das kann man einfach mal einen Realitätscheck unterziehen ob ein Text auf einer Einladung zum Beispiel zu einem Workshop ja, überhaupt verständlich ist für die Menschen, die mir erreichen will.
00:18:41: Ja und mit der Erkenntnis ist dann eigentlich der erste Schritt schon getan.
00:18:46: Dann würde ich halt empfehlen dass man schauen muss das irgendwie runter bricht und leichter verständlicher macht.
00:18:51: Das fällt leider planend sehr schwer oder auch Menschen aus der Stadtverwaltung haben damit zum Teil sehr große Probleme.
00:18:59: Ich sage immer den ersten Schritt in der Umsetzung soll es einzig selbst klar zu werden, was will man überhaupt sagen?
00:19:07: Weil häufig versteckt sich hinter komplexer Sprache eine Unsicherheit oder eine Unklarheit die man selbst hat.
00:19:13: Dass man dann so drum rumschreiben beginnt.
00:19:17: So Buzzwords sind der Klassiker.
00:19:19: wenn wir dann über nachhaltige Stadtteile sprechen.
00:19:22: Was bedeutet das denn überhaupt?
00:19:25: Ist das ein Stadtteil wo es viel Grün gibt?
00:19:27: Ist ist ein Stadt Teil wo die Gebäude saniert sind?
00:19:32: keinen Autoverkehr mehr gibt, was ist dieses Nachhaltig?
00:19:36: Dass man versucht einfach Klarheit zu schaffen und damit kann man wirklich schon sehr viel deutlicher und auch leichter verständlich schreiben.
00:19:45: Also nicht so abstrakt sondern konkret auch Beispiele benennen, konkrete in die Umsetzung gehen wie ihr das gemacht habt.
00:19:51: ne also ein kleines Pilotprojekt zu starten, zu gucken so kann man es aussehen.
00:19:56: Was hat das Ganze denn, also leichte Sprache Einfache Sprache, das verschneidet sich ein bisschen auch beim Bereich Inklusion aber nicht wirklich.
00:20:03: Wie siehst du das?
00:20:05: Ja da gibt es Überschneidungen.
00:20:07: also es gibt erst einmal den Unterschied zwischen leichter Sprache und einfacher Sprache.
00:20:11: Leichte Sprache ist noch mal leichter als die einfache Sprache.
00:20:15: so man sagt einfache Sprachen sind für die Allgemeinheit gut geeignet.
00:20:18: leichte Sprach ist dann schon wirklich sehr deutlich erkennbar dass das besonderes Sprachniveau ist.
00:20:26: Das ist dann eher für Menschen mit kognitiven Einschränkungen.
00:20:30: und ja, natürlich das hat einen Inklusionsansatz.
00:20:34: also es gibt auch Studien die besagen dass eben Menschen der niedrige Sprachverständnis haben eher aus Einkommensschwaffenschichten kommen, eher Ausbildungsferne schichten kommen.
00:20:46: da gibt's eine sehr starke soziale Komponente.
00:20:48: deswegen ist ein sehr wichtiger Bestandteil des Informationen Zugänglich sind für auch Menschen, die sonst eh ein bisschen durch den Rost fallen oder die sonst ehehäufig Informationen sonst nicht mitbekommen.
00:21:06: Und es ist eben in der Stadtplanung das ist halt doch eine Chance und ein Instrument dass man nützen kann um Menschen die jetzt zum Beispiel kein Wahlrecht haben eine Art Mitbestimmung zu geben.
00:21:18: Man muss natürlich auch bedenken Wenn man davon ausgeht, dass wer zu Beteiligungsveranstaltungen kommt das sind dann doch häufiger Leute die besser situiert sind.
00:21:33: Die vielleicht schönere Wohnungen haben die nicht ganz so stark auf den öffentlichen Raum angewiesen sind wie eine Familie die sich mit zwei Kindern in einer Zweizimmer Wohnung befindet die einfach keine Menschen einladen können zu sich nach Hause weil zu wenig Platz ist sie im Sommer gerne draußen sind weil es drinnen Stücke keis und eng ist.
00:21:55: Also das ist natürlich auch die Frage, wem will man mit Sprache gewähren?
00:22:01: Sind das Menschen, die den Raum am meisten nützen und die dem öffentlichen Raum am besten kennen oder am meisten darauf angewiesen sind?
00:22:10: dann muss man denen aber auch die Möglichkeit geben mitzusprechen.
00:22:13: Und da sehe ich eben Sprache als sehr mächtiges Instrument!
00:22:19: Texten, man kann Workshops bei dir machen.
00:22:22: Du berätst auch?
00:22:23: Gibt es im Moment Projekte oder Auftraggeber mit denen du zusammenarbeitest um das noch ein bisschen greifbarer zu machen woran du arbeitest?
00:22:32: Ja genau also.
00:22:33: ich arbeite vor allem mit Stadtverwaltungen, mit Planungsbüros und durchaus auch mit Vereinen die irgendwas, denen messen sie irgendwas mit öffentlichem Raum oder Gemeinschaftsinitiativen zu tun haben, Gemeinschaftergärten anlegen zum Beispiel.
00:22:49: Ja, also da bin ich einerseits beraten tätig und andererseits gebe ich eben Fortbildungen damit eben diese Menschen auch lernen.
00:22:58: Also Expertinnen lernen ihre Themen runter zu brechen so dass sie die Leinen auch verstehen.
00:23:04: Also Menschen die mit Stadtplanung nicht viel am Hut haben verstehen man muss sich das immer ein bisschen... In die umgekehrte Richtung vorstellen, wie viel Ahnung haben wir denn von Medizin oder von Recht?
00:23:15: Wir denken uns immer Stadtplanung hat doch jeder irgendwie ein bisschen ein Verständnis dafür.
00:23:21: Weil es betrifft ja alle aber bei Medizin ist das auch genau so.
00:23:24: also verstehen wir Arztbrüfe in den seltensten Fällen verstehen wir AGBE, die wir fast jeden Tag unterzeichnen auch in den seltensten Fällen.
00:23:32: Und so geht es eben Menschen, die mit Stadtplanung eigentlich nichts zu tun haben.
00:23:35: Die machen sich kaum Gedanken über die Fragestellungen, die uns jeden Tag im Kopf rumgehen und sie machen sich auch keine Gedanken darum was jetzt dies und das bedeutet?
00:23:44: Das ist schon unsere Aufgabe, ihnen das näherzubringen!
00:23:47: Du hast ja international gearbeitet.
00:23:49: Gibt's da Unterschiede wenn du jetzt mal darauf guckst wo du unterwegs warst wie Menschen auf Kommunikation oder Beteiligung reagieren oder machen das Länder auch unterschiedlich in ihren Angeboten?
00:23:58: Wie sind die Menschen beteiligen?
00:24:00: Also die Länder in denen ich unterwegs war im Ausland, die waren doch sehr anders als jetzt Deutschland und Österreich.
00:24:07: Ich war in Südafrika und habe dort mit Township-Bewohnerinnen zu tun gehabt, ich war in Indien und hab mit lokalen Kleinbäuerinnen zu Tun gehabt und ich war ein Surinam und habe dann das erste große Beteiligungsverfahren quasi mitgestaltet.
00:24:22: Das waren sehr unterschiedliche Kontexte also da kann man nicht wirklich einen Vergleich ziehen.
00:24:27: aber was dort auffällig war Was folgen das?
00:24:31: Also in Südafrika gibt es eine Bewegung aus Township-Bewohnerinnen, die sich zusammengetan haben und die Dinge quasi selbst in die Hand genommen haben.
00:24:42: Die bekommen in der Regel keine Unterstützung von ihren Stadtverwaltungen.
00:24:45: Die kriegen auch keine Infrastruktur wie ausfältierte Straßen oder Kanalisationen weil das sind ja informelle Siedlungen also eigentlich illegale Siedlung.
00:24:54: Die haben sich dort irgendwann auf dem Land angesiedelt und sind geblieben Und die haben dann gesagt, okay sie nehmen das selbst in ihre Hand und haben begonnen ihr Viertel zu kartieren.
00:25:04: Da waren natürlich schon überall so Häuser oder ja ein bisschen einfacher Häuser eben Die haben wirklich alles vermessen Pläne davon gezeichnet Abständige messen Menschen gezählt ausgerechnet wie viel Toilettanlagen Sie zum Beispiel bräuchten für einen Vierteln und haben dann all diese Daten genommen und sind ins Büro vom Stadtverwalter gegangen zu verhandeln dass der Geld springen lässt für öffentliche Vizieranlagen, für Straßen und dass er die Müllabfuhr vorbeischickt.
00:25:33: Und das sind aber einfachste Menschen, die wirklich keinen Zugang zur Bildung haben.
00:25:38: also das haben Menschen initiiert, die zum Teil nicht lesen können und es war trotzdem möglich.
00:25:44: sie haben einfach ihr eigenes System geschaffen und das gleiche war dann in Indien mit den Kleinbäuerinnen genauso.
00:25:50: da ging's auch darum die mussten ihr Land vermessen um ihre Landtitel eintragen zu lassen Die haben keine Ahnung von Planung, die haben keine ahnung von Landvermesserung im Grunde.
00:26:01: Aber die haben sich das Gegseitig beigebracht und das immer weitergegeben.
00:26:05: Und sie haben ein System geschaffen, dass so niederschwellig ist, dass Sie es selbst geschafft haben.
00:26:12: Ein Impuls auch für uns zum Mitdenken.
00:26:15: Wie schaffen wir es von unserer Perspektive, von unserer Planerin im Perspektiv ein bisschen wieder zurückzutreten und zu schauen wie man Systeme etablieren kann die den Menschen näher sind, die für die Menschen möglich sind?
00:26:28: Ja
00:26:28: total... Tolle, eindrückliche Beispiele.
00:26:31: Also da kann man mal sehen wie gut es uns hier geht und welches Privileg ist auch das Beteiligung zu informellen Planungen auch einfach angeboten werden in vielen europäischen Ländern?
00:26:43: Und das zeigt ja auch dass man dieses Teilhabe und Identifikation mit dem Ort vielleicht auch weiter herausstellen müsste was sicherlich an der ein oder anderen Stelle auch verloren gegangen ist im Einigen Stellen, würde ich so sagen.
00:26:58: Zumindest machen wir das manchmal schon.
00:27:01: die Erfahrung dass sie manchmal sehr stark da ist aber nicht bei allen da ist oder in manchen größeren Kommunen auch ein bisschen anfängt verloren zu gehen wenn es anonymer wird
00:27:12: und das Thema Perspektivwechsel spielt ja dann eine große Rolle auch also wirklich sich doch mal wirklich die Zielgruppen anzugucken Genau, die nicht so kommen.
00:27:20: Vielleicht auch damals verstärkt Interviews.
00:27:22: oder kann man wirklich zu fragen was braucht ihr eigentlich damit ihr mitmachen würdet?
00:27:26: Oder also was sind eure Bedürfnisse Die wir gar nicht so einen Blick haben?
00:27:30: also da nochmal auch anders Kontakte herzustellen und sich Impulse zu holen das macht ja durch aussehen dann noch mal wirklich anders anzugehen.
00:27:39: Im PULS ist ein gutes Stichwort dieser hast du denn einen Impuls für unsere Zuhörerinnen und Hörer irgendeinen Zukunftsempuls oder Tipp den du nochmal gerne mitgeben möchtest?
00:27:51: Ja, braut euch!
00:27:53: Braut euch die Dinge auf den Punkt zu bringen und einfach zu kommunizieren.
00:27:59: Es wird euch niemand für weniger professionell oder intelligent halten oder weniger ausgebildet oder fachlich fundiert.
00:28:08: Einstein hat irgendwann gesagt erst wenn du es richtig gut verstanden hast kannst du es einfach erklären Und ich finde, das stimmt auch in unserem Zusammenhang.
00:28:18: Wir wissen es zwar vielleicht in uns oft aber wir machen uns viel zu wenig Gedanken was wir überhaupt sagen wollen.
00:28:27: Ja!
00:28:28: Das wäre mein Impuls.
00:28:29: Also habt keine Angst.
00:28:30: Mut zur Lücke und Mut zur Einfachheit Das macht unser Thema einfach so viel inklusive und zugänglicher und wir arbeiten nicht nur für ein paar wenige Personen
00:28:43: Vielen Dank.
00:28:44: Da steckte doch schon viel drin, auch fürs Mut machen für die Einfachheit und Klarheit.
00:28:50: Herzlichen Dank!
00:28:51: Für dein Gespräch sind bestimmt viele tolle spannende Impulse für alle dabei, die zugehört haben.
00:28:57: Danke dir Lisa.
00:28:58: Ja danke schön.
00:28:58: Ja
00:28:59: vielen Dank doch.
00:29:03: Das war Zukunftslust.
00:29:05: Wenn euch der Podcast gefallen hat hinterlasst gerne eine Bewertung oder folgt uns auf unseren Social Media Kanälen.
00:29:12: Ihr kennt auch spannende Zukunftsprojekte?
00:29:14: Dann schreibt uns doch.
00:29:16: Wie ihr uns erreicht, findet ihr in den Schoen uns!
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