Veränderung ist Entwicklung | Sandra Wulf und Mathias Kersting
Shownotes
Zwei Gäste und viele Perspektiven auf die Zukunft des Wirtschaftsstandorts Münster.
Mathias Kersting und Sandra Wulf geben Einblicke in die Arbeit der Wirtschaftsinitiative Münster (WIN) und zeigen, wie Wirtschaft, Politik, Verwaltung und Stadtgesellschaft gemeinsam die Zukunft gestalten können.
Mathias Kersting ist geschäftsführender Gesellschafter von P/E/P Architekten + Stadtplaner, Vorsitzender der WIN sowie stellvertretender Fraktionsvorsitzender der CDU Münster. Sandra Wulf ist seit viereinhalb Jahren hauptamtliche Geschäftsführerin der WIN, zertifizierte Mediatorin und in verschiedenen regionalen Netzwerken engagiert.
In unserem Gespräch geht es um die Entwicklung der WIN und ihre Rolle als Brückenbauerin zwischen den unterschiedlichen Akteuren der Stadt. Wir sprechen darüber, wie Beteiligung und Zusammenarbeit gelingen, welche Herausforderungen den Wirtschaftsstandort Münster aktuell prägen und warum Themen wie Fachkräftesicherung, Azubiwohnen, Gewerbeflächen, Mobilität und bezahlbarer Wohnraum entscheidend für die Zukunft sind.
Außerdem werfen wir einen Blick auf die Stärken Münsters als Wirtschafts- und Wissenschaftsstandort, diskutieren, was die Wirtschaft der Zukunft braucht, und beide teilen ihre Vision für Münster in den kommenden Jahren. Persönliche Einblicke und ein Zukunftstipp zum Abschluss runden das Gespräch ab. Hört rein!
- WIN Website: http://www.win-muenster.de
- WIN LinkedIn-Seite: https://www.linkedin.com/company/81455331/
- WIN Insta-Seite: win_muenster
- Mathias' Insta-Profil: kersting.muenster
- Mathias' LinkedIn-Profil: https://www.linkedin.com/in/mathias-kersting-53b692107/
- Sandras Insta-Profil: sandrawulf1006
- Sandras LinkedIn-Profil: Sandra Wulf | LinkedIn
Transkript anzeigen
00:00:00:
00:00:05: Zukunftslust, der Podcast mit dem Blick nach vorn.
00:00:10: Innovationen, Impulse und Zukunftsfragen rund
00:00:13: um Stadt,
00:00:14: Land und Menschen – Mit Katrin Liebert und Christina Schlottbom.
00:00:19: Hallo, Katrin!
00:00:21: Wir haben heute zwei Personen bei uns von der WIN, der Wirtschaftsinitiative Münster und zwar einmal Matthias Kersting, er ist nur ein dreißig Jahre alt Familienvater seit fünf Jahren Vorsitzender der Winn und Geschäftsführer-Gesellschafta von PEP-Architekten, der Stadtwanderer GmbH in Münster.
00:00:39: Und zudem noch stellvertretender Fraktionsvorsitzender und Vorsitzender der CDU Münster – und noch Mitglied in weiteren Fahlen!
00:00:46: Unser Andra Wulf ist bei uns, Vorstandsmitglied im Westfalen EV und Netzwerkbeauftragte der Metropole Ruhe Plus.
00:01:05: Und darüber hinaus auch noch in weiteren Vereinen als Mitglied.
00:01:09: Herzlich willkommen, schön dass ihr da seid.
00:01:11: Herzlichen Dank für die Einladung!
00:01:13: Wir haben immer zu Fragen zu beginnen und starten damit jetzt direkt Sandra.
00:01:18: Worüber musstest du dann in den letzten Tagen lächer?
00:01:21: Ich bin ja eigentlich jemand, der viel lächelt und viel lacht vor allen Dingen.
00:01:25: Aber ganz besonders gelächelt habe ich letzte Woche Mittwoch als wir eine Kooperationsvereinbarung für das Thema Zubiwohnen unterschrieben haben.
00:01:33: nach vierenhalb oder vier Jahren Arbeit vor Arbeit war das ein sehr großer Grund zur Freude.
00:01:40: Und die Frage auch an dich Matthias worüber musstest du in den letzten Tagen lächeln?
00:01:45: Lächeln versuche ich auch relativ viel, lachen dann vielleicht etwas weniger als Sandra.
00:01:50: Ich habe gelächelt als Sandra mich angerufen hat dass wir uns einig sind mit den Kooperationspartnern.
00:01:54: also das Thema Zubi-Wohnen hat uns die letzten Jahre so umgetrieben, dass sich wirklich happy war als der Anruf kam, dass sie uns einigt sind auch auf erletzten Seite der Kooperationvereinbarung.
00:02:04: und an dem Tag als wir dann unterschrieben haben, kam das lächeln dann nochmal wieder.
00:02:07: Und was weiß kaum einer von dir Matthias?
00:02:09: Was du aber erzählen möchtest
00:02:11: Ich gehe sehr gerne essen und mag auch gutes Essen, was glaube ich nicht alle wissen ist dass sich auch sehr gut kochen kann.
00:02:18: Da kommen nicht so viele in den Genuss weil mir da oft die Zeit für fehlt aber das mache ich doch sehr gerne.
00:02:24: Und Sandra, was magst du verraten?
00:02:26: Was nicht so viele von dir wissen.
00:02:28: Ich gebe zwar ganz offen zu, dass ich mich immer schon für das Thema Geschichte interessiert habe aber was keiner weiß ist, dass sich das in der Kombination mit Science Fiction auch sehr gerne habe.
00:02:40: also ich mag beides einmal die Historie und einmal die Zukunft.
00:02:44: Spannend, Science Fictions hatten wir noch nicht als Thema!
00:02:46: Okay, wir starten mal mit dem Thema Wind.
00:02:49: Sandra, wofür steht die Wind genau eigentlich?
00:02:53: in den letzten Jahren entwickelt.
00:02:55: Die WIN ist eine Standorteinitiative, wir haben verschiedene Mitglieder bei uns unternehmen von bis also was die Größe anbelangt aber auch was die Branchen anbelangen und wir stehen dafür dass Themen, die letzten Endes verbindend für alle unserer Mitglieder sind.
00:03:17: Im Sinne des Standorts nach vorne bringen wollen.
00:03:20: wir wollen nicht nur Probleme ansprechen sondern auch Lösungswege aufzeigen und arbeiten auch intensiv selber an Lösungen.
00:03:27: Und Matthias im Leitbild schreibt ihr das Winn als Netzwerk- und Brückenbauer zwischen Wirtschaftspolitik und Verwaltung und Stadtgesellschaft quasi tätig ist.
00:03:38: Wie gelingt euch denn dass in den unterschiedlichen an einen Tisch bringt und wie können daraus auch Lösungen entstehen?
00:03:45: Also erstmal liegt das glaube ich vor allem an unseren Mitgliedern, also wer bei uns Mitglied wird als Unternehmen macht das nicht.
00:03:52: um berufliche Netzwerke alleine zu schließen oder sich neue Kontakte zu suchen.
00:03:56: Sondern wer bei uns bewusst Mitglied wird, entscheidet sich ja quasi auch etwas Gutes für die Stadt tun zu wollen.
00:04:02: und das ist glaube ich erstmal der erste Schritt.
00:04:04: immer wie wir da schaffen dass wir heute zwei Hundert Mitglieder auf ein Pool zurückgreifen können wo Unternehmerinnen und Unternehmer sind die sich unseren Standort einsetzen wollen.
00:04:12: Das ist glaube Ich immer die Basis um dann so eine Brücke auch bauen zu können Dass man Ansprechpartner zusammen an den Tisch bringt.
00:04:19: Also das haben wir immer, und das habe ich vor fünf Jahren auch bei meiner ersten Vorstellung gesagt.
00:04:23: Wir wollen nicht nur Probleme aufzeigen und weckern was ja der Wirtschaft auch oft vorgeworfen wird und leider in Teilen ja auch stimmt sondern wir wollen dann auch immer die Lösung mitbringen.
00:04:31: Das schaffen wir mit unseren Mitgliedern und dann das Netzwerk was wir zusammen bringen aus der Stadtgesellschaft hat dann halt oft die Lösung am Ende oder auch Angebote an die Politik.
00:04:41: Und das ist glaube ich der Weg den wir hier die letzten Jahre ganz erfolgreich gegangen sind.
00:04:44: Also ihr nennt es, ihr liefert den Notwendigen Realitätscheck ne?
00:04:47: Wenn ich das nochmal unternehmen wie euch beschreibt Das heißt Ihr legt auch mal den Finger in die Wunde.
00:04:52: Genau also Beispiele gibt es dafür in einer Stadt also nicht nur bei der Mobilität das Thema zu bewohnen war ja so ein Beispiel.
00:04:59: Es gab Anregungen aus der Politik Aus verschiedenen Parteien und Fraktionen dass das wichtig ist Und dann ist das leider erst mal in der Schublade versprochen.
00:05:06: Und wir haben vor vier Jahren eine große Veranstaltung gemacht, in der Halle Münsterland und haben erstmal Präsenz geschaffen für dieses Thema und haben dann an einem Runden Tisch die Akteure, die sowas voran bringen können zusammengebracht und an einer Lösung gearbeitet.
00:05:17: Und dass immer mit diesem Realitätsthema dahinter was kann auch wirklich funktionieren damit es nicht nur bei Konzepten bleibt sondern wir auch in die Umsetzung gehen können.
00:05:25: Das macht auch Spaß daran, dass es wirklich am Ende konkret wird.
00:05:28: Wenn ich da nochmal ergänzen darf, Realität heißt ja auch tatsächlich Wir gucken uns beste Beispiele an aus anderen Städten, wo es tatsächlich schon Realität ist und warum nicht einfach auch mal die Anderen besser sein lassen.
00:05:42: Und dann das vielleicht noch besser in Münster machen, aber erst einmal sich anschauen was schon passiert.
00:05:47: Das haben wir beim Thema Azubiwohnen genauso gemacht Ein Beispiel aus Düsseldorf angeguckt, aber darüber hinaus natürlich auch mit anderen in Kontakt getreten und ich glaube das war ganz gut um dann letzten Endes das bestmögliche für unseren Stand daraus zu ziehen.
00:06:07: Und ihr habt der Eingangs bei der Frage worüber lächeln musstet gesagt es ist endlich unterschrieben dass zum Azubi Boden.
00:06:15: wie habt ihr das denn auf den Weg gebracht?
00:06:17: Was ist jetzt genau unterschreiben worden?
00:06:19: also Wen habt ihr vielleicht vor Netz, die da jetzt auch in die Umsetzung gehen?
00:06:23: Also am Ende als wir losgelaufen sind haben wir geschaut wer hat überhaupt die Bedarfe.
00:06:28: Also erst mal die an Tisch holen die auch wo die Azubis sind, die den Wohnplatz suchen.
00:06:32: das ist natürlich ganz viel der Pflegebereich wo aber ja in den großen Häusern selbst was passiert?
00:06:38: und dabei haben wir dann aber auch gemerkt es geht eben nicht nur um die Pflege oder die ganz großen Unternehmen sondern es geht auch im Handwerksbetrieb.
00:06:44: Es geht ganz viel um die Gastronomie wo ja auch die Arbeitsheiten so sind dass ein Auszubildender nicht morgens aus Asche Bergmücken zukommen kann oder mit einem Bus aus Altenberge, sondern der muss hier in einer Stadt wohnen weil er im Zweifel entweder abends lange noch in eine Küche steht und nach Hause kommen muss oder morgens früh da sein muss.
00:07:00: Und dann hatten wir quasi einmal die Seite abgedeckt, die verstehen warum das so wichtig ist und dann haben wir die dazu geholt, die es umsetzen können.
00:07:07: Das heißt die Politik, die Rathauspolitik war von Anfang an über alle Parteigrenzen involviert Weil wir von Anfang an gesagt haben, es funktioniert nur wenn die Stadt sich zumindest mit einem guten Grundstück beteiligt wurden.
00:07:19: Zugriff drauf möglich ist letztlich.
00:07:21: Und dann haben wir geschaut wen gibt's außer Privatwirtschaft als Investoren die bereits in so ein Gebäude zu bauen?
00:07:26: weil das ist natürlich auch immer ein großer Kapitalbedarf bei gerade bei so einem Objekt was da da ist Es sind ganz starre Vorderkulissen.
00:07:34: und da haben wir wirklich das Glück gehabt dass ja auf dem Oxford Gelände eine Ausschreibung lief für einen Grundstuck Und eine Investorin dann bereit war, in einer Bauerngemeinschaft da ein Angebot abzugeben und hat dann auch den Zuschlag bekommen.
00:07:48: Die dann alle zusammenzubringen.
00:07:49: Dann zu schauen was brauchen die Auszubildenden noch im Alltag?
00:07:52: Da haben wir von Anfang an gesagt es reicht nicht ausschließlich einen Bett zu stellen.
00:07:56: das ist schon mal ein guter Start aber das alleine reicht nicht sondern wie schaffen wir es auch die jungen Menschen quasi noch fitter fürs Leben zu machen was im Betrieb nicht alles vermittelt werden kann?
00:08:06: Und da ist dann die Caritas mit ins Spiel gekommen, die quasi das gesamte Begleitprogramm nenne ich jetzt mal was so den Alltag angeht begleitet.
00:08:14: Die werden ja wahrscheinlich überwiegend gerade zu Hause ausziehen und noch einen kleinen Tag ein jünger sein als die Studierenden, die in einem Studentenwohnheim ziehen.
00:08:22: Und dass man denen dabei hilft, was bedeutet es sich rechtzeitig richtig zu versichern.
00:08:27: Wie gestalt ich mein Alltag so?
00:08:28: Dass das alles funktioniert zweifel auch wie mache ich die Waschmaschine an Auch das gibt's ja immer noch, dass wir da quasi dann schon so ein Programm außen rum haben.
00:08:36: und wie menge ich das zusammenleben.
00:08:38: also das sind ja WGs von verschiedener Größe bis zu fünf wenn ich das richtig sehe Sandra wo junge Leute zusammen leben die sich nicht kennen.
00:08:45: Das ist glaube ich auch der spannende Unterschied zum den studentischen WGs Wo es ja immer einen gibt ja quasi der Hauptmeter castet sich dann seine WG-Gemeinschaft zusammen und hier ist es dann doch eher so ein Wohnheimcharakter.
00:08:58: Und man muss dann auch als junger Mensch in solchen Situationen, glaube ich, gut klarkommen wie man sich da organisiert.
00:09:03: Der eine muss morgens vielleicht um sechs Uhr erst aus dem Bett der andere kommt aber erst nach Hause.
00:09:07: und das alles zu organisieren dafür braucht es glaube ich gerade in den Anfangjahren Unterstützung und die könnten wir dann auch damit einbinden.
00:09:13: Das ist wirklich wunderbar!
00:09:15: Also total ganzheitlich gedacht wenn man sich das so anhört.
00:09:18: also ganz viele verschiedene Perspektiven eingebunden.
00:09:21: Und wie kommt das gerade an?
00:09:22: Habt ihr schon eine Rückmeldung außer Wind, also starken da auch andere Unternehmen jetzt an oder haben wir einen Bedarfe an?
00:09:29: Tatsächlich.
00:09:30: Wir haben ja letzte Woche bekannt gemacht dass wir diese Kooperationsvereinbarungen jetzt unterschrieben haben.
00:09:36: Das war für uns auf ein großer Meinstein und danach gab es so viele positive Rückmeldungen, nicht nur aus den Unternehmen selber sondern auch von denjenigen die wir letzten Endes immer als konstante Gesprächspartner für uns hatten.
00:09:54: Also kann man siehe Wirtschaftsförderung... sie Kreishandwerkerschaft und Co, die immer mit dem Boot waren.
00:10:02: Und die haben uns so viele positive Rückmeldungen gegeben dass das jetzt tatsächlich auch in der Umsetzung kommt und dass sich das Ganze auch flankieren wollen nicht nur medial sondern natürlich auch mit Input weil wir brauchen Sie ja auch letzten Endes um dann auch immer wieder die Bedarfe zu erfragen.
00:10:23: also von daher hat schon großen Aufschlag gemacht und jetzt gehen wir daran nochmal konkreter zu planen, weil in der Belegung heißt es ja dann auch letzten Endes, dass jedes Unternehmen dann auch zusehen muss.
00:10:36: Dass das guckt welcher Ort zu wie soll denn jetzt dann auch dort wohndürfen?
00:10:40: Das wird dann noch mal konkreta und konkrete abgefraht.
00:10:44: Aber wie gesagt, da haben sich schon so viele Gespräche jetzt ergeben und so viele positive Rückmeldungen.
00:10:49: Wir haben auch einen Anruf gekriegt aus Düsseldorf unter anderem von jemandem der sich die Fotos angeguckt hat, wie das dort aussieht und dort vielleicht auch nochmal Hilfestellung geben möchte, wie man das Ganze einrichten kann damit sich Auszubildende und grundsätzlich die jungen Menschen dort auch wohl fühlen.
00:11:09: also das ist schon ganz gut aufgeschlagen.
00:11:12: Münster gilt ja auch als starker Wirtschaftsstandort mit einer leistungsfähigen Wissenschaft, innovative Unternehmen und einer vielfältigen Wirtschaft.
00:11:21: Wo seht ihr denn insbesondere die Stärken der Stadt Münster da?
00:11:25: Vielleicht nochmal an dich Sandra.
00:11:27: Ich glaube Münster hat da besondere Stärkungen einfach im Zusammenspiel von allen.
00:11:33: Wir haben eben die starke Wissenschaft aber auf der anderen Seite auch viele Unternehmen die wissenschaftlich Arbeiten bzw.
00:11:42: Forschen Interesse haben an Forschungsprojekten und ich glaube, das Zusammenspiel funktioniert ganz gut auch insbesondere was natürlich auch den finanziellen Support anbelangt Und wir haben eine starke Dienstleistungsbranche Insbesondere durch die Versicherungskonzerne Die dann bei uns angesiedelt sind und Ich glaube Das ist ein großes plus.
00:12:08: dass sieht man jetzt auch noch mal in einer Zeit, wo wir ja doch auf eine wirtschaftliche Instabilität blicken.
00:12:17: Sehr gut wenn man das so im Vergleich zum Rest des Landes beobachtet steht glaube ich der Standort Münster sehr gut noch da
00:12:25: und gleichzeitig gibt es ja Themen wie bezahlbarer Wohnraum.
00:12:29: Gut Da haben wir das Zürich Wohnen als Thema Wo ihr schon reingegangen seid Wegewerbeflächen-Frachkräftemangel Da könntet ihr vielleicht auch nochmal was zu sagen da kooperiert er ja auch sehr eng mit der FH Münster Und noch anderen Playern, oder Thema Mobilität und Erreichbarkeit auf der Agenda.
00:12:45: Also wo ist denn aktuell der größte Handlungsbedarf?
00:12:49: Oder seht ihr den?
00:12:50: Also am Ende ich glaube wenn man sich die Felde anguckt sind das schon die Bereiche wo in der Stadt auch in der Zukunft was passieren muss damit ein starker Wirtschaftsstandort bleiben.
00:12:58: Ich halte immer wenn nicht davon Themen gegeneinander auszuspielen aber am ende braucht es natürlich eine Priorisierung was gerade wichtig ist.
00:13:05: Da bleibt für mich Wohnraum an erster Stelle stehen.
00:13:07: Wir haben jetzt mit dem Azubi-Wohnen ein Baustein beantwortet, aber auch nur in einem Aufschlag.
00:13:12: Es geht um hundert Wohnheimplätze.
00:13:13: letztlich und wenn wir es anschauen, glaube ich kann das nun anfangen sein, um hier die Fachkräfte zu sichern.
00:13:18: wo ich mir große Sorgen mache ist vor allem die jüngeren Menschen, die mit dem Studium fertig sind, dreißig vielleicht bis neunvierzig, die eine Familie gründen und die eben aus Münster wegziehen in zahlreicher nennwerter Zahl.
00:13:30: Das sind Pro Jahr Netto, die ins Umland ziehen.
00:13:34: Die eben nach Habexbeck gehen und andere Gemeinden weil sie hier nicht das Wohnen finden und sich nicht das wohnen leisten können was sie mit ihrer Familie haben möchten.
00:13:41: Und das ist am Ende ja eine Kaskade.
00:13:44: dann letztlich wenn die da erst mal hingezogen sind kriegen in dem Ort oder in der Nähe ein besseres Jobangebot.
00:13:50: Dann kann man das immer verstehen dass die Leute auch sagen ich veränder mich in die Region beruflich Ich erlebe das hier bei uns im Büroalltag.
00:13:58: Wir haben durch die MSA, die Hochschule was Architektur angeht aber auch die Nähe zu Dortmund wirklich gute Absolventen, die bei uns anfangen.
00:14:05: wenn sie dann aber heiraten Kinderkriegen Familie gründen keiner von dem.
00:14:11: In den letzten Jahren hat in Münster quasi sich ein Haus gekauft außer Sie haben geerbt sondern die ziehen alle nach Harwitzburg oder ins andere Umland und das ist glaube ich eine Gefahr für die Zukunft unserer Stadt wenn wir das nicht ernst nehmen.
00:14:24: Weil wenn sich das erst mal fest setzt, dass junge Familien sagen in Münster für die Studenten ist das gut.
00:14:29: Für die Azubis wird es jetzt gut und für die Älteren ist ja auch alles sehr lebenswert.
00:14:34: aber wenn sie uns dazwischen alle wegbrechen?
00:14:36: Das ist dann auch für den Wirtschaftsstandort wirklich eine Gefahr wo wir gucken müssen was wir da tun können in den nächsten Jahren.
00:14:41: Und das muss auch Wirtschaft ernst nehmen weil sonst haben wir das Thema Später sind in einigen Jahren wirklich sofort der Tür das wir vielleicht auch gar nicht mehr gelöst kriegen.
00:14:50: Das Thema Mobilität schließt da ja komplett direkt daran an, also wenn wir quasi die jungen Familien zwingen ins Umland zu ziehen.
00:14:58: Die Münzer Land S-Bahn klingt gut ist auch wichtig für die Region.
00:15:02: Ich komme ja selbst aus Gremdorf.
00:15:04: Also ich bin noch nicht mit der WLE in die Stadt gefahren.
00:15:06: das wird auch noch einige Jahre dauern und wenn wir das zusammensehen es ist glaube ich wirklich eine Gefahr wo viel passieren muss um was gesamte Stadt ernst im Sorten
00:15:15: gibt Sender Ideen die die Win hat um bezahlbaren Wohnraum für Familien Stadtnah zu schaffen?
00:15:22: Also am Ende haben wir ja relativ viele Flächen als statt, die gerade auch in der Vermarktung sind.
00:15:28: Und hier muss man es gibt einen Münster diese sozial gerechte Bodennutzung das ist ein Konstrukt das ist jetzt ungefähr zehn Jahre alt wo gesagt wurde nach welchen Schlüsseln werden Grundstücke vergeben?
00:15:36: und ich finde nach zehn Jahren sollte sich die Politik in Gänze nochmal hinsetzen und sagen justieren wir das nach und das könnte auch eine Position aus der Wirtschaft sein dass man sagt Wir wollen einen nennenswerten Anteil bei den Grundstückvergaben konkret für diese Altersklasse und eben für Familien.
00:15:50: Und davon abgesehen müsste man tatsächlich auch und das ist ja auch immer unsere Forderung mit der Planung einfach auf viel schneller vorankommen.
00:15:58: Also wir haben einige Quartiere, die sind in der Planungen auf, weiß ich nicht, zehn-fünfzehn Jahre in der Perspektive.
00:16:05: Das ist eigentlich viel zu langsam und wir brauchen auch reine Wohnquartiere – dass auch unsere Positionen nicht nur wie das jetzt auch angedacht ist gemischte Quartier, weil also Mischung zwischen Gewerbe, aber nicht imitierend und Wohngewerbe.
00:16:26: Das ist aber nicht die einzelne Lösung, die dann letzten Endes auch für den Standort richtig ist, weil das betrifft dann immer nur das Kleingewerbe.
00:16:34: Wir brauchen aber auch Flächen für größere Betriebe genauso wie wir reine Wohngebiete
00:16:40: brauchen.".
00:16:41: Und dazu seid ihr mit der Stadt Münster in einem guten Austausch?
00:16:47: Ähnlich?
00:16:47: Ja, das ist doch schon mal super.
00:16:48: Oder wenn man da in einem Strang zieht...
00:16:51: Sie bohren da dringend dicke Bretter.
00:16:53: Das ist so!
00:16:56: Prozesse in dem Bereich zu beschleunigen ist ja auch nicht einfach.
00:16:59: also das kenne ich ja auch aus Projekten die wir betreuen, dass es schon so wie lange ist dann doch Abstimmung mit Verwaltung und wer noch Baurecht geschaffen werden muss und und und das dauert oft lange Mal gucken was an der ein oder anderen Stelle der Bauturbo da noch bringen könnte.
00:17:16: Auch da glaube ich, ist am Ende das Thema Praxis wieder ein wichtiger Punkt.
00:17:20: Wenn ich mir unsere Mitgliedsschruktur angucke – ich kenne jetzt nicht alle zwei Hundert Mitglieder aus dem Kopf-, aber wir haben Wohnungswirtschaft, der städtische Wohnungsunternehmen selbst Mitglied, wir haben Planungsbüros und auch Stadtplanungsbürose und Bauunternehmen.
00:17:31: und da würde ich mich schon auch wünschen dass sowohl Stadt- aber auch Stadtpolitik auch sagt Wir holen die mal an den Tisch und man schaut wie kann man es besser machen?
00:17:39: Weil wenn man darüber spricht warum Projekte scheitern oder vielleicht eine Baugenehmigung da ist und das Projekt wird trotzdem nicht gebaut Das alles kriegt man nur gelöst, wenn man diesen Praxischeck tatsächlich mal macht und sagt, woran hängt es?
00:17:50: Und dass man da weiterkommt.
00:17:52: Guck mal, das ist doch eine super Idee.
00:17:53: Die nehmen wir direkt mit Sandra, ne?
00:17:55: Also ich meine du nimmst sie direkt mit.
00:17:57: Ja, immer!
00:17:58: Stimmt, wird ein runder Tisch angestoßen jetzt hier.
00:18:01: Oh, haben wir
00:18:04: schon.
00:18:05: Alles kann ich
00:18:08: ja auch nicht.
00:18:09: Wir hatten ja im letzten Jahr in einer Veranstaltung rund um das Thema Wohnen noch einmal generell und damals wurde ja auch gesagt dass da auf jeden Fall nochmal an einem Standard auch arbeiten müssen.
00:18:21: Und da gibt es gute Beispiele, zum Beispiel aus Hamburg ist zwar eine Größenordnung höher aber trotz aller Demen ich habe es ja gerade schon mal angesprochen best practice ist ja vielleicht auch ganz gut Da kann man sich einiges abengucken und da arbeitet Wirtschaft und Verwaltung und Politik eng miteinander und auch insbesondere an dem Thema Wohnstandards Und das wäre etwas als Vorbild auch für uns sicherlich.
00:18:49: Genau, wir haben jetzt viel über das Thema Wohnen gesprochen in unterschiedlichen Formen.
00:18:54: Mobilität und Erreichbarkeit hat ihr gerade auch schon gesagt also es muss auch weiter erreichbar sein damit die Leute die dann im Umland sind auch noch in Münster arbeiten möchten.
00:19:04: was braucht denn Wirtschaft noch in der Zukunft?
00:19:07: Also was braucht die Wirtschaft der Zukunft aus eurer Sicht
00:19:10: Platz vor allem.
00:19:12: Das ist ein Thema, was uns ja auch umtreibt, das wir auch Richtung Kommunalwahl nochmal deutlich kommuniziert haben.
00:19:18: Gewerbegebiete bis die entwickeln sind, da sauert viele Jahre.
00:19:21: Wenn wir das uns anschauen, wo früher eine Kaserne war, das hat fast zwanzig Jahre gedauert, bis es wirklich gut lief.
00:19:27: Da ist jetzt das letzte Grundstück ja vermarktet und man muss jetzt anfangen da die Flächen für die Zukunft zu sichern weil was nicht passieren darf dass wir hier die Rahmenbedingungen gut haben.
00:19:36: Wir lösen das Wohnenthema, die Mobilität funktioniert weiter.
00:19:39: ich glaube ja, dass die Mobilitätsminister gar nicht so schlecht ist.
00:19:42: also wir haben einen wunderbaren Mix was die verschiedene Verkehrsformen angeht.
00:19:47: das heißt es fahren schon viele Leute Fahrrad wenn man mal... Ich war heute beruflich in Dortmund.
00:19:52: selbst in den Ferien ist das nochmal ein ganz anderer Verkehr als hier an der Innenstadt wenn man sich da bewegt.
00:19:57: Also ich glaube, da sind wir gar nicht so schlecht aufgestellt.
00:19:59: Aber das Thema Gewerbeflächen und Raum für Wirtschaft ist ein Thema wo wirklich etwas passieren muss weil das so einen langen Vorlauf hat.
00:20:06: Und wenn ich da ergänzen darf?
00:20:08: Ich glaube dann musste sich auch so ein bisschen auch ideell noch was verändern.
00:20:14: Auch da, ich habe ja gerade die Vorteile auch noch mal benannt von unserem Standort.
00:20:19: Wissenschaft, Bildung auf der einen Seite Dienstleistungen Verwaltung auf der anderen Seite und die Unternehmen natürlich dazu.
00:20:25: aber Ich glaube dass die Zusammenhänge zwischen zwischen den dreien den Partnern auch manchmal ein bisschen unterschätzt werden.
00:20:35: Und da würde ich mir wünschen, dass die Zusammenhänge tatsächlich mehr verstanden werden, dass das eine nicht ohne das andere geht und das ist auch für die Zukunft des Standortes dann halt ganz wichtig und ist auch in Auftrag letzten Endes dann für uns dort auch Bezogenheit nochmal zu forcieren, denn ich glaube auch
00:21:05: da
00:21:05: noch mal aktuell mit Blick auf die aktuelle wirtschaftliche Situation ist glaube ich die Standortbezogenheit noch einmal wichtiger denn je.
00:21:16: Wenn wir jetzt nochmal auf euch gucken, ihr habt gerade euer Leitbild neu entwickelt.
00:21:21: Auch eure Vision noch mal nachgeschärft und formuliert.
00:21:24: Ich zitiere das mal eben Münster ist der attraktivste Standort Deutschlands an dem wirtschaftliche Stärke- und höchste Lebensqualität eine untrennbare Einheit bilden.
00:21:34: Wenn wir uns jetzt hier in fünf Jahren wieder treffen, woran würde man erkennen?
00:21:38: dass wenn diese Vision noch also schon erfolgreich umgesetzt hat oder die nächsten wichtigen Schritte getan hat?
00:21:44: Am Ende kann man sowas natürlich immer an Zahlen messen.
00:21:47: Wir können sagen, wie viel Vollzeit beschäftigt haben wir in der Stadt?
00:21:50: Da ist die Stadt sehr verwöhnt, da war ein wirklich starkes Wachstum die letzten Jahre.
00:21:53: Wir haben auch im Corona-Ukraine-Krise keine nennenswerten Insolvenzen in einer Stadt gehabt was ja alles für einen sehr attraktiven Wirtschaftsstandort aber auch eine sehr lebenswerte Stadt spricht.
00:22:06: und da müssen wir glaube ich alle einfach gemeinsam weiter daran arbeiten.
00:22:09: es muss nicht immer noch besser werden sondern wir müssen schauen dass wir dieses hohe Niveau das wir in dieser Stadt haben im ganzen Bereich Lebensqualität, Wirtschaft.
00:22:16: Wenn wir das schaffen zu halten und wie als Winn unseren Beitrag leisten können weil wir die richtigen Leute zusammenhängen, weil wir einen Impuls von unserem Unternehmen kriegen dass es eine Problemlage gibt.
00:22:25: Wir hatten das zum Beispiel mal beim Thema Solar im Gewerbegebiet eigentlich ne Kleinigkeit.
00:22:30: Da hatten wir eins unserer Mitgliedsunternehmen besucht Die wollten komplett ihre Lagerhalle mit Solarfolflastern Und wollten das sogar selber verbrauchen sind aber nicht weitergekommerscht hat Weil der Webchan irgendwie aus einem anderen Jahrzehnt war wo's noch kein Solar gab und ist verboten.
00:22:43: so solche Sachen, wenn wir die frühzeitig mitkriegen und erhelfen.
00:22:46: Und dadurch ein Beitrag leisten können, dass der Wirtschaftsstandort weiter sich gut entwickeln kann.
00:22:51: Wenn dann die Mitglieder und im besten Fall auch einige in der Stadt sagen, das wir als Winter unseren kleinen Beitrag geleistet haben, können wir glaube ich zufrieden sein für die Stadt und auch für uns
00:22:59: Ja, und wenn wir durch das Thema Zubi wohnen tatsächlich die eine oder andere Fachkraft für das Unternehmen selber oder die Unternehmen selber dann auch gewinnen konnten.
00:23:08: Ich nenne jetzt doch noch noch eine Zahl weil die Kammern haben vor drei Jahren ne Umfrage gemacht des achtzehn Prozent der Bewerberinnen und Bewerbern für eine Ausbildung ihnen abgesagt haben, weil sie eben keinen Wohnplatz in Münster bekommen haben und deswegen kein Ausbildungsplatz besetzt werden konnte.
00:23:27: Wenn wir schaffen, diese Quote zu senken und zwar deutlich zu senkten durch das Thema Azubiwohnen.
00:23:33: Ich glaube dann haben wir auch sehr deutlich ein Ziel erreicht was die Wind auch letztendlich erreichen möchte.
00:23:39: Dann müssen wir uns eigentlich in fünf Jahren nochmal wieder treffen und gucken wo ihr dann
00:23:43: steht.
00:23:45: Habt ihr denn noch einen Zukunftstip für Menschen die vielleicht sich vor Ort engagieren und etwas bewegen möchten?
00:23:54: Was könntet ihr den mitgeben oder auch einen anderen Tipp, den ihr noch für unsere Hörerinnen und Hörern habt?
00:24:00: Also ich würde das mal auch mit Blick auf die aktuelle Situation auf einen Satz bringen.
00:24:08: Veränderung bedeutet Mut und ist Teil der Entwicklung.
00:24:12: Und ich glaube wir sollten uns einer Veränderungen nicht verschließen.
00:24:16: Dieses Thema Mut, was Sandra gerade gesagt hat ist glaube ich das Entscheidende wenn man über Zukunft spricht.
00:24:20: Wenn wir nicht wieder mutiger werden auch uns Veränderungen zu stellen dann wird das alles ganz schwierig und wenn man sich... Das finde ich ja immer wenn man in die Zukunft guckt hilfreich auf die Historie auch zu schauen.
00:24:29: und ich glaube Münster als Wirtschaftsstandort oder auch Wirtschaft insgesamt ist erfolgreich jener Stadt gewesen wenn Verwaltung Politik Wissenschaft auch und die Unternehmen gut zusammengearbeitet haben und gute Projekte zusammen angegangen sind.
00:24:42: Und wenn wir da wieder den Mut haben uns zum einen zu vertrauen In alle Richtungen das Unternehmen nicht immer auf Politik zeigen, dass Politik mal wieder mehr Vertrauen auch in Wirtschaft und Unternehmertum hat.
00:24:53: Und auch unterstellt, dass die der Stadt was Gutes wollen.
00:24:55: wenn wir dann noch den Mut haben Projekte umzusetzen und nicht nur anzufangen Dann ist es glaube ich gut um unsere Zukunft bestellt.
00:25:02: Ja super danke schön.
00:25:03: Ich habe mir gerade schon direkt ein paar Titel notiert.
00:25:07: Jetzt war ja uns die Daten.
00:25:09: Schön dass ihr da wart.
00:25:10: Das wäre sehr spannend auch als Eindruck und ich würde mal sagen Es geht um den Wohnraum, ne?
00:25:15: Das ist das zentrale Thema der Dreh- und Angelpunkt.
00:25:18: Und Veränderung ist Entwicklung fand ich auch sehr schön!
00:25:21: Danke für das Gespräch und für alle die uns zugehört haben.
00:25:25: wir packen noch ein paar Infos in die Shownotes rein wo ihr Sandra und Matthias finden könnt und auch noch Infos zur Winnen.
00:25:32: Dankeschön!
00:25:33: Danke euch!
00:25:36: Das war Zukunftslust.
00:25:37: Wenn Euch der Podcast gefallen hat hinterlasst gerne eine Bewertung oder folgt uns auf unseren Social Media Kanälen.
00:25:44: Ihr kennt auch spannende Zukunftsprojekte?
00:25:47: Dann schreibt uns doch.
00:25:48: Wie ihr uns erreicht, findet ihr in den Show notes!
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